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Norddeutschland Wölfe: Die teuersten Spaziergänger
Nachrichten Norddeutschland Wölfe: Die teuersten Spaziergänger
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12:00 18.08.2019
Der Wolf ist der Landesregierung viel Geld wert. Quelle: Lino Mirgeler/dpa
Lübeck

Auch 30 Jahre nach Mauerfall gibt es noch himmelschreiende Ungerechtigkeiten im Zusammenleben von Ost und West. Von gleichen Lebensverhältnissen ist in manchen Bereichen noch immer keine Spur. Das muss man sich mal vorstellen: Für 160 Wölfe und den Mist, den sie bauen, gibt das Land Sachsen 3,5 Millionen Euro im Jahr aus. Pro Wolf sind das etwas mehr als 20 000 Euro.

Ein Luxusleben in Abgeschiedenheit

Schleswig-Holstein zahlt für seine bisher zwei hier ansässigen Wölfe 3,1 Millionen, im kommenden Jahr noch mal zwei Millionen. Wahnsinn! Davon würde manch ein Bundesligaspieler träumen. Dabei lassen sich die Tiere hier im Norden nicht einmal blicken, geschweige denn streicheln. Sie sind die wohl teuersten Spaziergänger des Landes und führen ihr Luxusleben in völliger Abgeschiedenheit, sie scheuen die Presse und auch sonstige Öffentlichkeit wie etwa Jäger. Dabei haben sie nicht einmal Steuern hinterzogen, sondern bekommen das Geld ganz legal.

Kein Wunder, dass es unter den Wölfen immer mehr Migration aus wirtschaftlichen Gründen gibt. Nicht nur wegen des Geldes, auch wegen der Schafe. Denn Schleswig-Holstein weist mit 12,6 Tieren pro Quadratkilometer die höchste Schafdichte in ganz Deutschland auf. Viel Geld bar auf die Tatze und viele Schafe – für den Wolf ist das eine klassische Win-Win-Situation hier im Norden. Das Wort Wolfsmanagement bekommt vor diesem Hintergrund noch einmal eine ganz neue Bedeutung.

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Von Christian Risch

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