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Norddeutschland Dienstwagen von Ministerpräsident Günther war besonders umweltschädlich
Nachrichten Norddeutschland Dienstwagen von Ministerpräsident Günther war besonders umweltschädlich
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18:14 09.12.2019
Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) steigt aus seinem Dienstwagen, einem BMW der 7er-Serie. Quelle: dpa (Archiv)
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Kiel/Berlin

Die Dienstwagen der schleswig-holsteinischen Landesregierung sind relativ schadstoffhaltig. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hervor, die am Montag in Berlin vorgestellt wurde. Das Kabinett von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) belegt dabei unter den Landesregierungen hinsichtlich des CO2-Ausstoßes Platz 9.

Bewertet wurde der sogenannte „reale CO2-Ausstoß“ pro Kilometer, der deutlich über den Angaben zum offiziellen CO2-Normausstoß der Autohersteller liegt. Bremens Senatsflotte liegt demnach mit 199 Gramm CO2 pro Kilometer an der Spitze. Die Wagen des Kabinetts aus Kiel bringen es auf 227 Gramm. Die Umwelthilfe bemängelte, dass kein einziger der bundesweit 237 untersuchten Politiker-Dienstwagen den seit 2015 geltenden EU-CO2-Flottengrenzwert von 130 Gramm CO2 pro Kilometer im Realbetrieb einhalte.

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Lesen Sie hier die Dienstwagen-Rankings für Bundesminister, Länderchefs, Landesregierungen und Umweltminister.

Günthers Dienstwagen stößt besonders viel CO2 aus

Im Vergleich der Regierungschefs der Länder landete der Diesel-Dienstwagen von Ministerpräsident Günther mit einem Ausstoß von 247 Gramm CO2 auf Platz 13. Nach Angaben der Staatskanzlei fährt er mittlerweile einen anderen Wagen. Den Spitzenplatz hält Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD), dessen Hybrid es auf 200 Gramm CO2 bringt.

Innerhalb der Landesregierung hielt Günthers alte Limousine die rote CO2-Laterne, gefolgt von dem Wagen von Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) mit 237 Gramm. Am wenigsten klimaschädlich ist laut Umwelthilfe Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) mit ihrem Hybrid (215 Gramm CO2/Kilometer) unterwegs.

Bei ihrer Erhebung berechnet die Umwelthilfe die durchschnittliche Abweichung der Herstellerdaten von Messwerten im tatsächlichen Fahrbetrieb. Sie stützt sich dabei auf Methoden des Umweltforschungsverbunds ICCT, der den VW-Abgasskandal mit aufdeckte.

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Von dpa/RND