Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland Steinzeitpark mit Besucherzahl zufrieden
Nachrichten Norddeutschland Steinzeitpark mit Besucherzahl zufrieden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:53 24.12.2018
Das rekonstruierte Megalithgrab von Frestedt im Steinzeitpark. Quelle: Maja Hitij/dpa
Albersdorf

Der Steinzeitpark Dithmarschen blickt zufrieden auf das Jahr 2018. Trotzt eines Rückgangs der Besucher von knapp 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zeigte sich Geschäftsführer Rüdiger Kelm über das gute Interesse der Besucher erfreut. Trotz des Supersommers «gerade auch in den Sommerferien» besuchten rund 31 000 Gäste das Albersdorfer Freilichtmuseum sowie das dazu gehörige Museum für Archäologie und Ökologie.

Dies sei das drittbeste Ergebnis in dem elfjährigen Bestehen der Einrichtung, sagte Kelm. 2017 zählte der Steinzeitpark rund 35 700 Besucher. Das außergewöhnlich gute Vorjahres-Ergebnis begründete er unter anderem mit dem «passenden Wetter» sowie der gut gesetzten Ferienzeit. Insgesamt haben sich den Angaben zufolge seit 2008 rund 207 000 Menschen auf eine Zeitreise 7000 Jahre zurück in die Vergangenheit begeben.

So groß wie 80 Fußballfelder

Sie können auf einer Fläche groß wie 80 Fußballfelder «die Welt der ersten Siedler an Nord- und Ostsee hautnah erleben», erläuterte Kelm. Das gesamte Gelände ist dem Leben - der Natur und der Kultur - der ersten Bauern in Schleswig-Holstein nachempfunden. Mit speziellen Mitmach-Angeboten wie Bogenschießen, Feuer machen, Flint-Schlagen oder Steinzeitschmuck herstellen werden Besucher gelockt.

Der Steinzeitpark ist jedoch nicht nur touristische Attraktion. Als Mitglied der «OpenArch» - einem europaweiten Verbund archäologischer Freilichtmuseen sowie der Universität Exeter in Großbritannien - gilt er auch als wissenschaftliches Zentrum in Europa. Aufschlüsse über die Lebensweise bekommen die Forscher durch Ausprobieren nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum.

Neues Ausstellungszentrum wird 2019 weiter gebaut

Der Grund: «Für Vieles gibt es keine archäologischen Original-Funde: Dann braucht man ethnologische Vergleiche mit Völkern, die noch als Jäger und Sammler leben», erklärte Experimental-Archäologe Werner Pfeifer.

2019 werden laut Geschäftsführer Kelm die Arbeiten für die Errichtung eines Ausstellungs- und Bildungszentrums im Eingangsbereich des Steinzeitparks fortgesetzt. Das so genannte Steinzeithaus soll unter anderem die zurzeit in den rund zwei Kilometern entfernten, angemieteten Museumsräumen gezeigte Dauerausstellung aufnehmen.

Von RND/dpa