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Norddeutschland Drei Corona-Erkrankte aus Schleswig-Holstein erzählen, wie Covid-19 ihnen die Kraft geraubt hat
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Drei Corona-Kranke aus SH erzählen, wie Covid-19 ihnen die Kraft raubt

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12:00 28.11.2021
Sie schildern, wie schwer die Covid-19-Erkrankung sie aus der Bahn geworfen hat: Die Fotografin Melina Waliczek (22) aus Mölln, der leitende Bankangestellte Thomas Timm (61) aus Lübeck und die Palliativ-Pflegerin Elena Brant (62) aus Travemünde.
Sie schildern, wie schwer die Covid-19-Erkrankung sie aus der Bahn geworfen hat: Die Fotografin Melina Waliczek (22) aus Mölln, der leitende Bankangestellte Thomas Timm (61) aus Lübeck und die Palliativ-Pflegerin Elena Brant (62) aus Travemünde. Quelle: Fotos: Waliczek, Roeßler, Matzen
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Lübeck

Drei von 95 000: Fast hunderttausend Menschen in Schleswig-Holstein haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Tausende von ihnen sind an Covid-19 erkrankt, mehr als 7000 mussten zur Behandlung ins Krankenhaus. Wir haben drei Menschen besucht, die schwer unter Covid zu leiden hatten: eine Fotografin, einen Bankangestellten und eine Pflegerin.

Fotografin aus Mölln verlor erst ihre Oma, dann erkrankten ihr Vater und sie

Die freiberufliche Fotografin Melina Waliczek (22) aus Mölln verlor erst ihre Großmutter wegen des Coronavirus. Im Dezember 2020 erkrankten dann ihr Vater und sie selbst an der tückischen Krankheit. Es hat sechs Monate gedauert, bis sie sich wieder so gut fühlte wie vor der Infektion. Erst nach ihrer Impfung ging es bergauf. Hier erzählt sie von ihrem Kampf gegen Covid: „Du kannst nur schlafen, schlafen, schlafen.“

Banker aus Lübeck infizierte sich beim Aufenthalt im Krankenhaus

Der Lübecker Thomas Timm (61) ist leitender Angestellter bei der Sparkasse zu Lübeck. Er wurde im Krankenhaus am Schlüsselbein operiert – und hat sich offenbar dort bei einem Corona-Ausbruch infiziert. Mit der Infektion hatte er über viele Wochen zu kämpfen. Das Menschen immer noch zögern, sich impfen zu lassen, kann er nicht begreifen. Hier schildert Timm, wie ihn die Covid-19-Erkrankung aus der Bahn geworfen hat: „Man fragt sich ständig: Wo ist die Kraft geblieben?“

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Pflegerin aus Travemünde brauchte fast ein Jahr, um gesund zu werden

Die palliative Pflegefachkraft Elena Brant hat sich Anfang des Jahres mit Corona angesteckt. Die 62-jährige Travemünderin brauchte elf Monate, um gesund zu werden und wieder arbeiten zu können. Hier erzählt sie, wie sie die Spätfolgen erlebt hat: „Wie ein Glas Wasser, das man umkippt, so leer fühlte ich mich.“

Von Lars Fetköter