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Norddeutschland Drei Millionen Euro für medizinische Versorgung auf dem Land
Nachrichten Norddeutschland Drei Millionen Euro für medizinische Versorgung auf dem Land
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18:52 26.09.2019
Die medizinische Versorgung soll vor allem in strukturschwachen Regionen besser werden. Quelle: Benjamin Ulmer/dpa
Bad Segeberg

Um die ambulante medizinische Versorgung in strukturschwachen Regionen zu verbessern, richtet die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) einen neuen Strukturfonds in Höhe von 3,2 Millionen Euro ein. So sollen vor allem Versorgungsengpässe auf dem Land verhindert werden.

Teampraxen sollen Umgebung weiträumig versorgen

Nach Angabe der KVSH ist rund ein Drittel aller Hausärzte in Schleswig-Holstein 60 Jahre oder älter. Die Praxen dieser Ärzte stehen vor der Herausforderung, in den nächsten Jahren einen Nachfolger zu finden. Hier sehen die Kassenärzte Chancen, neue Versorgungsformen für die ländlichen Räume zu etablieren. Sie setzen besonders auf die Einrichtung sogenannter „Teampraxen“.

Dabei entstehen an zentralen Orten Ärztegemeinschaften mit mindestens drei Hausärzten und weiterem qualifizierten Personal. Die Einrichtung soll die Umgebung im Umkreis von etwa 15 Kilometern auch unter dem Einsatz von Telemedizin ärztlich versorgen. Die KVSH will den Aufbau solcher Teampraxen durch den Strukturfonds finanziell fördern. Pro Praxis sind mindestens 100 000 Euro vorgesehen.

KVSH will Niederlassungen auf dem Land attraktiver machen

„Träger dieser lokalen Gesundheitszentren sollen ausschließlich niedergelassene Ärzte sein“, sagt Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der KVSH. Zudem sei geplant, Angestelltenverhältnisse, Weiterbildungsassistenten und Teilzeitstellen für Nachwuchsärzte anzubieten, um die Niederlassung im jeweiligen Gebiet für Ärzte attraktiver zu machen.

Hausärzte erhalten weitere Zuschüsse aus dem Fonds, zum Beispiel für die Niederlassung in einer ländlichen Region oder die Kinderbetreuung. Praxen, in denen nicht-ärztliche Praxisassistentinnen beschäftigt werden, erhalten ebenfalls finanzielle Unterstützung. Diese speziell geschulten Arzthelferinnen entlasten Ärzte, indem sie zum Beispiel Hausbesuche machen, Blut abnehmen oder Verbände wechseln.

Von rao/LN

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