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Norddeutschland Durchsuchungen bei Polizeigewerkschaft in Kiel
Nachrichten Norddeutschland Durchsuchungen bei Polizeigewerkschaft in Kiel
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12:32 27.08.2019
Wegen des Untersuchungsausschusses zur Rocker- und LKA-Affäre ist Streit zwischen Polizeiführung und DPolG ausgebrochen. Die Polizeiführung geht die Gewerkschaft wegen ihrer kritischen Haltung hart an. Quelle: Matthias Hoenig/dpa
Kiel

Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein hat am Dienstag nach Angaben der Deutschen Polizeigewerkschaft deren Geschäftsstelle in Kiel durchsucht.

Auch die Wohnung seines Stellvertreters Thomas Nommensen sei durchsucht worden, sagte der Landesvorsitzende Torsten Gronau der Deutschen Presse-Agentur. Worin die Vorwürfe bestehen, wisse er noch nicht, sagte Gronau.

Verdacht der Preisgabe von Informationen

Die Staatsanwaltschaft Kiel gab auf Anfrage an, sie führe ein Ermittlungsverfahren gegen einen Mitarbeiter der Landespolizei. Es bestehe der Anfangsverdacht von Indiskretionen im Zusammenhang mit polizeiinternen, sicherheitsrelevanten Informationen, sagte Oberstaatsanwalt Henning Hadeler.

Im Raum stehe der Verdacht der Preisgabe von Informationen an Dritte. Hadeler bestätigte Durchsuchungen, sagte aber nicht, ob diese sich auf Nommensen bezogen. Ein unmittelbarer Zusammenhang zum Untersuchungsausschuss des Landtags zur Aufklärung der sogenannten Rocker-Affäre (PUA) bei der Landespolizei bestehe nicht.

Politiker erwarten Antworten

Die SPD beantragte am Dienstag, die Durchsuchung auf die Tagesordnung des Innen- und Rechtsausschusses am Mittwoch zu setzen. „Das ist ein außergewöhnlicher Vorgang, dass die Geschäftsstelle einer Gewerkschaft von Polizei und Staatsanwaltschaft durchsucht wird“, sagte der SPD-Innenpolitiker Thomas Rother. Von dem beantragten Bericht der Landesregierung erwarte er Antwort auf die Frage, ob ein mittelbarer Zusammenhang mit dem PUA bestehe.

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Von RND/dpa

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