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Norddeutschland Einkochen, Einmachen, Einlegen: Obst und Gemüse einfach konservieren
Nachrichten Norddeutschland Einkochen, Einmachen, Einlegen: Obst und Gemüse einfach konservieren
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17:16 23.08.2019
Den Sommer aus dem Glas löffeln: Wer seine Lieblingsfrüchte einmacht, kann auch zur kalten Winterzeit von ihnen zehren. Quelle: Foto: Hfr
Lübeck

Pflaumen, Zwetschgen, Äpfel und Birnen – die Liste heimischer Obstsorten, die jetzt oder ganz bald im Garten reif werden, ist lang. Der einzige Haken an der Sache: Viel zu schnell ist auch die Zeit des fruchtigen Überflusses wieder vorbei. Wer die Sommergenüsse mit in den Winter nehmen möchte, der kann sowohl Obst als auch Gemüse einkochen und so für längere Zeit haltbar machen.

Das Einkochen und Einmachen hat eine lange Tradition. Vom Ersten Weltkrieg an bis in die 60er-Jahre hinein hatte das Konservieren von Lebensmitteln seine Hochzeit. Gut 90 Prozent aller deutschen Haushalte kochten damals Obst, Gemüse und Fleisch ein, um auch für die kalte Jahreszeit mit ausreichend Lebensmitteln versorgt zu sein – denn Kühl- und Gefrierschränke waren noch nicht weit verbreitet.

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Wenngleich der Brauch auch veraltet scheinen mag – Einkochen ist voll im Trend. Das könnte auch mit daran liegen, dass naturbelassene und regionale Kost ohne künstliche Zusatzstoffe wieder in der Mitte der Gesellschaft angelangt ist. Und außerdem: Was geht im eisigen Winter schon über den Genuss der Sommerköstlichkeiten aus dem Glas?

Weit verbreitet und beliebt ist insbesondere das Einkochen von Obst und Gemüse. Dabei kann die Frucht oder das Gemüse die ursprüngliche Form beibehalten, sie können aber auch zu Marmelade, Konfitüre oder Kompott verarbeitet werden. Auch Gelees und Säfte lassen sich einfach herstellen.

Das A und O – saubere Weckgläser

Beim Konservieren muss vor allem auf die Hygiene geachtet werden. Schon kleinste Verunreinigungen am Glas oder Deckel sorgen dafür, dass der Inhalt im Glas schnell verdirbt. Um alles keimfrei zu sterilisieren einfach Gläser samt Deckel und Gummi für etwa zehn Minuten in einen Topf mit kochendem Wasser legen.

Danach entweder mit einem frischen Geschirrhandtuch abtrocknen, oder alles bei etwa 80 Grad im Backofen trocknen lassen.

Einkochen, Einmachen, Einlegen – Was sind die Unterschiede?

1. EinkochenEingekochte Lebensmittel bleiben am längsten haltbar. Dabei werden die einzelnen Zutaten direkt ins Glas gegeben und in einem geschlossenen Topf erhitzt. Dank Deckel und Gummiring kann sich beim Abkühlen ein konservierendes Vakuum bilden, wodurch der Inhalt nicht zu gammeln beginnt.

2. EinmachenUnter diesem Begriff versteht man das Pasteurisieren von Obst oder Gemüse. Die populärsten Beispiele dafür wären Konfitüre, Marmelade oder Gelees. Im Gegenteil zum Einkochen werden die einzelnen Zutaten hierbei zunächst gekocht und erst dann in die Gläser abgefüllt. Um auch hier ein Vakuum im Inneren des Glases zu erhalten, werden die Gläser nach dem Befüllen geschlossen auf den Kopf gestellt.

3. EinlegenDas Einlegen eignet sich ideal, um Obst und Gemüse für mehrere Monate haltbar zu machen. Je nach geschmacklichen Vorlieben gibt es verschiedene Möglichkeiten. Frisches Gemüse wie die Gurke lässt sich beispielsweise gut in Essig einlegen, Paprika oder Salat hingegen in etwas Öl. Wer selbst Sauerkraut einlegen möchte, der muss milchsauer einlegen, das Gemüse also fermentieren. Durch diese Milchsäuregärung wird das Gemüse nicht nur konserviert, sondern auch besonders bekömmlich für den Darm.Die leckersten RezeptideenSo vielseitig Eingemachtes ist, so vielseitig sind auch die einhergehenden Rezepte. Wer Pfirsiche eingekocht hat, sollte diese unbedingt mal mit Naturjoghurt, Vanilleeis oder Quark probieren. Wer es gern exotisch mag, kann Zwetschgen und Aprikosen asiatisch einkochen und mit Ingwer, Knoblauch und Zitronengras verfeinern. Für diejenigen, die es lieber klassisch mögen – Apfelmus schmeckt nie so gut wie selbst gemacht. Kleiner Tipp: Eine Prise Zimt schadet nie.

Von Josephine Andreoli

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