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Norddeutschland Natur pur auf Fehmarn: Kräuter für die kleinen Wehwehchen
Nachrichten Norddeutschland Natur pur auf Fehmarn: Kräuter für die kleinen Wehwehchen
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08:16 25.06.2019
Was wächst denn hier am Wegesrand? Bei der Kräuterführung bekommen Besucher erklärt, welche Wirkung die Kräuter und Pflanzen haben. Quelle: Nikola Vagt
Fehmarn

Heutzutage gibt es für fast jede Blessur und fast jede Krankheit das passende Medikament. Doch schon lange vor der Schulmedizin nutzten die Menschen Kräuter zum Heilen von Krankheiten und Mildern von Schmerzen.

Dass die Wirkung zahlreicher Heilpflanzen immer mehr in Vergessenheit gerät, möchte der Nabu Wallnau mit der Veranstaltung „Essbar – Blüten, Beeren, Kräuterkrams“ verhindern. „Wenn man Halsschmerzen und Husten hat, greift man ganz selbstverständlich in den Schrank und macht sich einen Kamillen- oder Salbei-Tee“, sagt Nikola Vagt, Sprecherin des Nabu Wasservogelreservats Wallnau. „Dass man einfach in den Garten gehen und Kamille oder Salbei ernten könnte, daran denkt man oft gar nicht.“

Mit der Kräuterführung, die jeden Dienstag um 10.30 Uhr in dem Naturschutzgebiet im Westen Fehmarns stattfindet, möchte der Nabu die Besucher gezielt auf die frischen Alternativen aus dem eigenen Garten hinweisen. „Und sei es nur, um neue Kräuter kennenzulernen, mit denen man den Salat abseits der Zutaten aus dem Supermarkt schmackhafter machen kann.“

Zu jeder Pflanze wird Wissenswertes erzählt

Da die Blütezeit der verschiedenen Kräuter variiert, lernen Interessierte je nach Besuchszeit andere Pflanzen und Kräuter kennen. „Es gibt zu jeder Pflanze etwas zu erzählen – auch mal Lustiges, das mit Aberglauben zu tun hat“, sagt Vagt. Zusammen mit fachkundigen Mitarbeitern vom Nabu gehen die Besucher am Wegesrand entlang und schauen, was dort alles wächst.

Im Nachhinein wird dann besprochen, was die verschiedenen Kräuter und Pflanzen auszeichnet, welche Wirkung sie haben und wie man sie zum Heilen richtig anwendet. „Wir machen auch eine kleine Verkostung, wo die Besucher die Kräuter probieren können.“ Dass die Kräuter bei Unwohlsein und Krankheit zur sofortigen Besserung führen, solle man allerdings nicht erwarten. „Sie haben aber definitiv eine heilende Wirkung. Man muss auch nicht immer gleich zur Chemiekeule greifen.“

Süß und kuschelig sieht das gerade geschlüpfte Küken des Säbelschnäblers aus. Quelle: Klemens Karkow

Eine Zeit lang, sagt Vagt, hätte der Nabu die Führung lediglich für Kinder angeboten. „Wir haben aber schnell festgestellt, dass die Erwachsenen mindestens so interessiert sind wie die Kinder, weswegen wir die Führung auch für Erwachsene geöffnet haben.“

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In dem 300 Hektar umfassenden Vogelreservat lassen sich allerdings nicht nur Kräuter entdecken. „Man kann hier tolle Vogel- und auch andere Naturbeobachtungen machen“, sagt Vagt. Jetzt zum Sommeranfang sei zudem Brutzeit – „da ist es für die Besucher besonders spannend, weil sie die niedlichen Küken zum Beispiel vom Säbelschnäbler beobachten können“.

Josephine Andreoli

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