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Norddeutschland Fall Detlef H.: Der Prozess beginnt
Nachrichten Norddeutschland Fall Detlef H.: Der Prozess beginnt
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14:34 14.06.2019
Anfang 2018 erschütterte der Skandal um den Lübecker Außenstellenleiter Detlef H. (74) den Weißen Ring. Am kommenden Donnerstag beginnt der Prozess wegen exhibitionistischer Handlungen. Quelle: Jens Büttner/dpa
Lübeck

Im vergangenen Frühjahr erschütterte der Skandal um den Lübecker Ex-Außenstellenleiter Detlef H. den Weißen Ring. Am Donnerstag kommender Woche, am 20. Juni, um 10 Uhr beginnt vor dem Lübecker Amtsgericht nun die juristische Aufarbeitung. Der heute 74-jährige H. muss sich dort wegen einer exhibitionistischen Handlung verantworten.

Der Vorwurf: Exhibitionistische Handlungen

Es ist das Aktenzeichen 746 Js 12820/18 . „Dem 74 Jahre alten Angeklagten wird eine exhibitionistische Handlung im April 2016 in Lübeck zur Last gelegt“, heißt es in der Terminankündigung der ermittelnden Staatsanwaltschaft Lübeck. Er soll als Opferbetreuer für den Weißen Ring „im Rahmen eines Besprechungstermins mit einer von ihm betreuten, damals 38 Jahre alt gewesenen Frau unaufgefordert sein Genital entblößt und die Frau aufgefordert haben, sich selbst ebenfalls zu entblößen und sexuelle Handlungen an ihm vorzunehmen, um sich dadurch sexuell zu erregen“.

Vier Verhandlungstage, acht Zeugen, eine Sachverständige

Das Amtsgericht in der Hansestadt hat vier Hauptverhandlungstage anberaumt und acht Zeugen sowie eine Sachverständige geladen. Es ist der einzige Fall aus einem ganzen Konvolut von Anschuldigungen von Frauen gegen H., der jetzt zur Verhandlung kommt. Zunächst hatten zwei Frauen Anzeige erstattet. Nach Berichten der Lübecker Nachrichten und des Magazins „Spiegel“ darüber waren bei der Staatsanwaltschaft schließlich 29 Vorgänge bearbeitet worden. In 20 Fällen wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. 16 wurden eingestellt, etwa weil die Taten verjährt waren oder es zum Tatzeitpunkt den 2016 neu eingeführten Tatbestand der sexuellen Belästigung noch nicht gab. Die Vorwürfe stammten ebenfalls von Frauen, die sich hilfesuchend an den Opferhilfeverein gewandt hatten, darunter auch Opfer von Sexualstraftaten.

Detlef H. weist alle Vorwürfe zurück. In Beratungen des Weißen Rings gilt inzwischen das Sechs-Augen-Prinzip. Mindestens zwei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen jetzt dabei sein, oder der oder die Hilfesuchende bringt eine Vertrauensperson mit.

Wolfram Hammer

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