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Norddeutschland "Felix" wehte LKW und viele Bäume um
Nachrichten Norddeutschland "Felix" wehte LKW und viele Bäume um
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00:41 11.01.2015
Quelle: Wolfgang Runge/dpa
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+++ Mit einem letzten umgekippten Baum in Glinde verabschiedet sich der Ticker für den Sonnabend: Im Bornweg hieß es: Tanne gegen Reihenendhaus. Die Freiwillige Feuerwehr Glinde leuchtete aus und sägte den Baum ab. 1 : 0 für das Reihenendhaus!

+++ Baum-Alarm auf dem Spatzenhof in Stockelsdorf: Der  Baum  stand  schon leicht schräg, aber die Wehr  war schneller, der Baum wäre sonst direkt in das Wohnhaus gestürzt.  Gefahr  ist gebannt, Baum ab, auch hier  keine  Personen- und  Sachschäden

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+++ Auf der A 7: hat eine Windbö einen 7,5 Tonner umgeworfen. Obwohl das Führerhaus stark beschädigt wurde, blieb Yapici unverletzt und hatte sogar noch die Nerven, ein paar Handyfotos vom Wrack zu schießen

+++ Im Kreis Segeberg musste die Feuerwehr bis um 16 Uhr insgesamt 104 Mal ausrücken. Am Freitag waren es wegen des Wintersturms bereits 116 Einsätze gewesen. Insgesamt blieb es bis jetzt bei kleineren Schäden.

+++ Die Brücke über den Fehmarnsund muss wegen des Sturmes immer wieder komplett für den gesamten Verkehr in beide Richtungen gesperrt werden.  Infos gibts hier.

+++ In Bad Segeberg musste die Feuerwehr die Straße Am Ihlsee Höhe Bruchweg/Waldweg komplett sperren. Zwei Bäume drohen umzustürzen, angesichts des Sturmes kann die Wehr derzeit aber nicht eingreifen. Wie lange die Straße gesperrt sein wird, ist unklar. Die Feuerwehr warnt Spaziergänger vor dem Betreten der Straße, Autofahrer werden gebeten, das Gebiet zu umfahren. Das Restaurant am Ihlsee ist nur über den Hamdorfer Weg zu erreichen.

+++ Die Sturmflut an der Nordseeküste soll glimpflich ausfüllen, so die Behörden. 

+++ In Hamburg-Fuhlsbüttel ist ein U-Bahnzug gegen einen auf die Gleise gestürzten Baum gefahren und entgleist. Dabei sei nach ersten Erkenntnissen niemand zu Schaden gekommen, sagte ein Feuerwehrsprecher.

+++ In Stockelsdorf gab es bisher zwei  Einsätze  im Bereich  Segeberger Straße, einmal wurde  ein  Baum, der   auf die Straße  zu kippen  drohte, von der  Feuerwehr   abgenommen. Im anderen Fall wurde  ein Dach abgedeckt, die   Feuerwehr   hat die Gefahr bereits  beseitigt.

+++ Bad Schwartau ein Baum ist auf  einen Wanderweg  nahe   der Autobahn gestürzt, keiner wurde  verletzt, Baum  wurde  entsorgt. In Langenfelde  war ein Baum auf die Straße  gekippt,  Gefahr  ist ebenfalls  beseitigt, keine  Schäden  an  Fahrzeugen   oder Personen. 

+++ Bisher neunmal musste die Feuerwehr in Bad Segeberg ausrücken. Zumeist weil Bäume dem Sturm nicht mehr standhielten. In der Dorfstraße in Geschendorf sowie An der Trave in Bad Segeberg waren jeweils Häuser von umstürzenden Bäumen bedroht, die Wehr konnte die Bäume jedoch rechtzeitig absichern.

Foto: Silvie Domann


+++ Die Bahnstecke  zwischen Bad Segeberg und Neumünster gesperrt. Ein umgefallener Baum bei Kleinkummerfeld blockiert die Gleise.

+++ Baum auf den Schienen: Der Bahnverkehr zwischen Eutin und Kiel ist vorübergehend unterbrochen,
weil in Malente um 13.35 Uhr ein Baum auf die Schienen gestürzt ist. Der wird gerade weggesägt. Ein Zug ist nicht dagegen geprallt.

+++ Wochenmarkt am Brink trotzt dem Sturm: Die drei Damen von der Gärtnerei Witt haben den Sturm noch im Griff.



+++ Am Samstagnachmittag soll es wieder deutlich stürmischer werden. „Unsere Mitarbeiter in den Zügen sind daher besonders sensibilisiert“, sagte ein Bahn-Sprecher. Außerdem seien alle Not-Teams in Bereitschaft und könnten bei Schäden an den Gleisen sofort losfahren.

+++ Bahnfahrer können erst einmal aufatmen. Der einzige Zug der wegen des stürmischen Wetters derzeit nicht fahre, sei der Sylt-Shuttle, sagte ein Bahn-Sprecher am Samstag. Besonders in Schleswig-Holstein und Bayern waren zahlreiche Züge zudem aus Sicherheitsgründen langsamer unterwegs. Auf der Strecke zwischen Hannover und Hamburg kam es wegen Reparaturarbeiten zu Verspätungen.

+++ Sturmflut-Warnung: Das Bundesamt für Seeschifffahrt rechnet damit, dass das Hochwasser am Nachmittag im Weser- und Elbegebiet sowie an der nordfriesischen Küste etwa anderthalb Meter höher als das mittlere Hochwasser liegen wird.  Erst am Freitagabend war der Hamburger Fischmarkt von einer Sturmflut überspült worden.


+++ Verkehrsbehinderungen: Der Sylt Shuttle ist nur eingeschränkt seinen Betrieb auf. Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover weiter nur eingleisig befahrbar. Rader Hochbrücke und Fehmarnsundbrücke sind für leere Lastwagen und Anhänger gesperrt.


+++ Bahnverkehr normalisiert sich:  „Im Norden fährt so gut wie alles“, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn.

+++ Relativ ruhige Nacht für die Feuerwehr: Zwischen Freitagabend und Samstagmorgen mussten Polizei und Feuerwehr nur in wenigen Fällen wetterbedingt ausrücken. Jetzt bereiten sich die Einsatzkräfte auf "Felix" vor. 

+++ Der nächste Sturm: Seit Sonnabendmorgen schüttelt "Felix" an Bäumen und Dächern. Wir berichten live.

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+++ Sturm wirbelt am Freitagabend auch Merkels Reisepläne  durcheinander Der Sturm über Norddeutschland hat auch die Reisepläne von Bundeskanzlerin Angela Merkel durcheinandergewirbelt. Eigentlich war für die CDU-Vorsitzende am Freitagabend um 18 Uhr beim Neujahrsempfang der Hamburger CDU-Fraktion ein Fototermin mit dem Spitzenkandidaten für die Bürgerschaftswahl am 15. Februar, Dietrich Wersich, geplant. Doch der Termin verzögerte sich. Der Grund: Merkel hatte für ihre Anreise ein für sie eher ungewöhnliches Verkehrsmittel eingeplant - die Bahn. Weil die Strecke wegen des Unwetters aber zeitweise gesperrt war, stieg sie auf ihre Dienstlimousine um.

+++ Zugverkehr: Die Nordbahn stellte aufgrund der Wetterlage für einige Stunden den Betrieb ein. Zwischen Bad Oldesloe und Neumünster sowie Neumünster und Büsum bekamen die Züge am Nachmittag wieder grünes Licht. Sie fuhren aber langsamer als sonst, so dass die Reisenden Verspätungen einkalkulieren mussten. Die Strecken zwischen Itzehoe und Hamburg-Hauptbahnhof sowie Itzehoe/Wrist und Hamburg-Altona blieben zunächst gesperrt.

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Auch auf mehreren Strecken der Deutschen Bahn wurde der Verkehr aufgrund orkanartiger Böen und für Aufräumarbeiten vorübergehend eingestellt. Dies betraf die Strecken Lübeck-Puttgarden (dort ist zwischen Haffkrug und Scharbeutz ein Baum auf die Strecke gestürzt), Kiel-Lübeck, Hamburg-Neumünster, Kiel-Flensburg und Kiel-Rendsburg, wie die Deutsche Bahn AG mitteilte.

+++ Bad Segeberg: Die Wahlstedter Feuerwehr zählte bis zum Mittag 16 Unwetter-Einsätze. Meist musste sie umgefallene Bäume beseitigen.

In ein Haus in der Skandinavienstraße schlug der Blitz ein und räumte einige Ziegel vom Dach. Die Bewohner hatten Brandgeruch wahrgenommen, weil offenbar auch die elektrischen Anlagen in dem Haus beschädigt wurden. Die Wehr musste aber nicht eingreifen.

"Seit 11 Uhr geht die Post ab", sagt Dennis Oldenburg, Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes, allein zwischen 11 und 12.30 Uhr seien 32 Einsätze unter anderem wegen umgestürzter Bäume und loser Dachabdeckungen aus dem Kreis Segeberg über die Leitstelle gemeldet worden.

In Trappenkamp, Tarbek, Daldorf, Blunk, Fahrenkrug, Wahlstedt, Neversdorf, Heidmühlen, aber auch in Wittenborn, Todesfelde, Geschendorf und Nahe seien die Wehren ausgerückt.

Wegen des Sturms kippte gegen 11 Uhr ein leerer Anhänger eines 7,5 Tonners auf der A21 bei Schackendorf um. Die Feuerwehr richtete den Anhänger wieder auf. Die Autobahn war bis zur Anschlussstelle Bad Segeberg Nord in Richtung Süden etwa eine Stunde lang komplett gesperrt. Foto: Feuerwehr Bad Segeberg

 

Unfall auf der A21 bei Schackendorf. Foto: Nadine Materne


In Bad Segeberg am Landratspark drohte am frühen Nachmittag eine Buche auf ein Haus zu kippen. Sie verfing sich in einem anderen Baum. Die Freiwillige Feuerwehr Bad Segeberg kappte die Buche Stück für Stück.

+++ Lübeck: Der Deutsche Wetterdienst hat für die  Hansestadt Lübeck erneut eine Unwetterwarnung herausgegeben, gültig bis 20 Uhr. Es treten weiterhin Sturmböen zwischen 65 und 85 km/h (Bft 8 bis 9) aus West auf.

Bisher musste die Polizei im Direktionsbereich um die 100 Einsätze wahrnehmen. Zumeist sind auf der Fahrbahn liegende Bäume der Einsatzgrund. Aber auch von Häusern gefallene Dachziegel und umgekippte Schilder sind aus der Bevölkerung gemeldet worden.

In zwei Fällen wurden in Lübeck Altkleidercontainer gegen Autos geweht.

Der Sturm soll andauern und die Polizei weist auf weitere Gefahren hin.

  • Bei den angekündigten Orkanböen können Bäume entwurzeln und auf Straßen fallen. Fahren Sie bitte besonders vorsichtig in Waldgebieten. Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder andere Gegenstände und halten Sie sich von Bäumen, Gebäuden und Gerüsten fern.
  • Wenn Sie nicht unbedingt los müssen, bleiben Sie zu Hause, solange der Sturm anhält. Schließen
  • Sie alle Fenster und Türen und denken Sie daran, ihre Gegenstände im Freien zu sichern!

In Travemünde ist ein Metallschuppen auf ein Auto gestürzt und hat es unter sich begraben. In der Krempelsdorfer Allee drohten Eternitplatten eines Hochhauses durch den starken Wind auf die Kreuzung zu fliegen. Die Feuerwehr war im Einsatz und hat die Platten abgeschnitten.

Metallschuppen stürzt auf Auto in Travemünde. Foto: Kröger


Fünf Firstabdeckungen hat der starke Wind in der Dr.-Julius-Leber-Straße gelöst, sie rollten mittags das Dach herunter und landeten mit voller Wucht auf der anderen Straßenseite. "Glücklicherweise ist zu dem Zeitpunkt niemand hier entlanggegangen", sagt Achim Wroblewski, technischer Betreuer der Hausverwaltung. Die Polizei sperrte den Abschnitt zwischen Johanneum und Königstraße vorsorglich für den Autoverkehr ab, Fußgänger durften das unmittelbare Areal um das Haus ebenfalls nicht mehr passieren. In der kommenden Woche soll das Dach repariert werden.

Sturmschaden in der Siemser Landstraße, Lübeck. Quelle: Foto: Dennis Klockenberg


+++ Stormarn: Laut Deutschem Wetterdienst gilt bis 20 Uhr weiterhin eine Unwetterwarnung in Stormarn. Es werden Sturmböen zwischen 65 und 85 km/h (Bft 8 bis 9) aus West gemessen.

Auf der B 404 bei Trittau fiel ein Baum auf einen Lieferwagen und verletzte den Fahrer lebensgefährlich, den Beifahrer schwer.

Dann folgten Schlag auf Schlag Alarmierungen Glinde, Reinbek, Ammersbek, Ahrensburg, Reinbek, Brunsbek, Braak, Barsbüttel, Trittau, Oststeinbek, Lütjensee, GroßhansdorfTremsbüttel, klein Wesenberg40 Einsätze in vier Stunden. Meist waren Äste oder Bäume auf Straßen gefallen. 

In Reinfeld wehte der Sturm einen Wellblechschuppen im Bewegungskindergarten um. Die Feuerwehr barg das völlig verbogene Teil und räumte es weg.

Wegen des Sturmes hat  die Nordbahn kurz vor 13 Uhr auf ihrer Strecke Bad Oldesloe - Bad Segeberg - Neumünster den Verkehr eingestellt, ihn aber schon wenig später, um 14.30 Uhr wieder aufgenommen. Das Wetter hatte sich zu diesem Zeitpunkt im Norden des Kreises Stormarn bereits wieder weitgehend beruhigt.

In Tremsbüttel stürzte ein Baum auf ein Haus. Foto: jeb


+++ Bad Schwartau: Erster Sturmeinsatz um 12.10 Uhr für die Feuerwehren in der Stadt Bad Schwartau. In einem Garten in Cleverbrück ist ein Baum umgekippt. Es wurde niemand verletzt.

In der der Gemeinde Stockelsdorf sind fünf Wehren ausgerückt. Umgeknickte Äste und Bäume müssen in erster Linie beseitigt werden. Einige Dächer wurden aber auch gesichert. Das Dach einer Bushaltestelle wurde allerdings schon abgetragen. 

+++ Ostholstein/Travemünde: Die Unwetterwarnung vor Orkanartigen Böen, ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst, 11.11 Uhr, wurde um 14:56  Uhr aufgehoben.

Die B 76 zwischen Timmendorfer Strand und Travemünde war übersät mit armdicken Ästen, Zweigen und Unrat. Autofahrer bremsen, um nicht in hochaufgetürmtes Geäst zu fahren, das die Straße versperrt. Warnblinker an, zwei Fahrer, die in Richtung Niendorf unterwegs sind, springen aus ihren Wagen und räumen die Straße notdürftig frei.

In Heiligenhafen fiel ein Kastanienbaum auf ein Hausdach. Am Ferienpark Heiligenhafen, dessen Fassade für 16 Millionen Euro saniert wird, zerriss der Wind die Planen am Baugerüst.

Ferienpark Heiligenhafen. Hier sind die Planen am Gerüst teilweise zerrissen. Foto: Tanja Brocks

(Foto:Tanja Brocks)

+++ Hamburg: Der Sturm beschert der Hamburger Feuerwehr zahlreiche Einsätze. Gegen Mittag wurden die Helfer rund 90 Mal alarmiert, wie ein Sprecher mitteilt. An der U-Bahnlinie U2 wurde ein Ast auf die oberirdisch verlaufenden Gleise zwischen den Haltestellen Hagenbeck und Christuskirche geweht. Der Verkehr auf der Linie musste für gut 20 Minuten unterbrochen werden, wie eine Sprecherin der Hochbahn sagte. 

Zwei Schülerinnen sind durch einen umstürzenden Baum in Hamburg-Bahrenfeld verletzt worden, heißt es von der Feuerwehr vor Ort. Der Baum stürzte durch eine Windböe auf das Gelände einer Schule. Möglicherweise stünden weitere Schüler unter Schock, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Rettungsdienste waren mit einem Großaufgebot am Unglücksort.

+++ Kiel: Die Kieler Universität hat seit Mittag mehrere sanierungsbedürftige Gebäude geschlossen. Dort fällt wegen des Sturms der gesamte Dienst- und Lehrbetrieb aus, wie die Hochschule mitteilt.

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