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Norddeutschland Feuerwerk zu Silvester verbieten? So stimmten unsere User ab
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Feuerwerk zu Silvester verboten - Umfrage: Das meinen User von LN Online

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18:26 15.12.2021
Wie soll das neue Jahr begrüßt werden – mit Böllern und Raketen oder eher ruhig? Unsere User haben abgestimmt.
Wie soll das neue Jahr begrüßt werden – mit Böllern und Raketen oder eher ruhig? Unsere User haben abgestimmt. Quelle: Christine Silz (l.), Tobias Lehmann
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Lübeck

In diesen Tagen ist ja viel von einer angeblichen Spaltung unserer Gesellschaft die Rede. In einem Thema jedenfalls gibt es eine erstaunlich klare Spaltung: Beim Verbot von Silvesterfeuerwerk – zumindest, wenn man sich die Ergebnisse einer Umfrage bei LN-Online ansieht. Aus Sicht der Politik geht es vor allem um die Verletzungsgefahr – die ohnehin überlasteten Krankenhäuser sollen nicht noch zusätzlich an Silvester mit schweren Verletzungen zu tun haben. Auch Tierschutz und Verminderung von Feinstaub sind gängige Argumente. Zehn Tage lang haben wir unsere Userinnen und User zum Thema Silvesterfeuerwerk befragt. Die Aussage in der Befragung hieß „Ein Feuerwerksverbot finde ich. . .“ – und die möglichen Antworten waren nur: „Richtig!“ oder „Falsch!“

Die Teilnahme der Userinnen und User war stark: Genau 8742 Besucher der Seite von LN Online gaben ihr Votum ab. So einfach und klar die Aussage und die möglichen Antwort-Optionen waren, so unklar ist das Ergebnis: 4340 mal wurde „Richtig!“ geklickt – das entspricht 49,6 Prozent der abgegebenen Stimmen. 4402 Userinnen und User klickten auf „Falsch!“ – das waren 50,4 Prozent der Voten.

Ergebnis Umfrage Feuerwerksverbot Quelle: LN ONline

Natürlich ist das kein repräsentatives Ergebnis, die große Zahl der Antworten aber hat schon eine gewisse Aussagekraft. Und man kann sagen: Egal, wie sich die politisch Verantwortlichen beim Thema „Feuerwerk in der Silvesternacht“ entscheiden – ungefähr die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger sind mit der Entscheidung nicht einverstanden.

Lebhafte Diskussion zum Verbot von Feuerwerk an Silvester

Die Userinnen und User bei Facebook LN Online haben intensiv über das Thema diskutiert. Diese Userin zum Beispiel findet das Verbot richtig: „Ich finde es super gerade für die Tiere. Und bringen tun die Raketen ohnehin nichts – vor allem kein Glück!“. Geradezu begeistert vom Verbot zeigt sich dieser User: „Super Entscheidung!!!!!! Zum Wohle der Tiere und der Umwelt. Dieses gesparte Geld sollte man den Menschen zukommen lassen, die sich tagtäglich für andere Menschen aufopfern: Pfleger, Krankenhaus-Personal usw.“

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Natürlich gibt es auch viele Statements der Gegenseite. So schrieb dieser User: „Schade, ich habe immer viel Freude daran, mit meinen Söhnen den Himmel zum Leuchten zu bringen. Und die angebliche Gefahr weswegen es abgesagt wurde ist ja gar nicht so vorhanden. Jetzt erst wird’s gefährlich, weil sich viele Pyromanen nun mit illegalem Feuerwerk eindecken werden. Letztes Jahr war es in einigen Stadtteilen lauter als die Jahre zuvor.“

Feuerwerk zu Silvester: „Ganz weglassen finde ich falsch!“

Auch diese Userin findet das Verbot falsch: „Zum Jahreswechsel gehört ganz klar Feuerwerk dazu... andere Länder machen es doch auch so... man kann es minimieren, aber ganz weglassen find ich falsch.“ Ähnlich sieht es diese Userin: „Das sollte jeder für sich selber entscheiden können. Meine Kater haben keine Angst vor der Knallerei, die pennen in aller Ruhe.“

Differenziert sieht es dieser User: „Böller dürfen gerne verboten bleiben, aber Raketen und Batterien finde ich sollten wieder erlaubt werden! Alternativ sollte die Stadt/Gemeinde Feuerwerk in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr organisieren!“

Zentrales Feuerwerk in jeder Gemeinde – Lösung im Streit um Böller und Raketen?

Und einen versöhnlichen Vorschlag hatte diese Userin: „Feuerwerk gänzlich zu verbieten, ist wohl nicht angemessen. Ich schlage einen zentralen Ort vor, wo die Gemeinde ein Feuerwerk für die Bürger veranstaltet – so wie z.B. in Berlin. Ansonsten halte ich persönlich die Knallerei nicht für zeitgemäß. Ich spende lieber das Geld für einen guten Zweck.“

 

Von Andreas Heß