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Norddeutschland Schuss kam aus der Nachbarschaft
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07:33 22.03.2019
Von Bastian Modrow
Die Polizei Kiel ist sicher: In diesem Gebiet in Schönberg muss der Schütze in der Silvesternacht den tödlichen Schuss abgegeben haben. Von einer gezielten Tat geht die Staatsanwaltschaft nicht aus. Quelle: Google.com/mymaps Kieler Nachrichten
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Schönberg/Kiel

Neue Erkenntnisse zum tragischen Tod einer Frau aus Schönberg an Silvester: "Eine Schussabgabe aus mehreren hundert Metern Entfernung und über Hausdächer hinweg können Sachverständige ausschließen", sagt Matthias Felsch von der Polizeidirektion in Kiel. Gebäude, abgestellte Pkw und die Vegetation hätten das Schussfeld weiter eingeschränkt. Laut dem vorläufigen ballistischen Untersuchungsergebnis des Landeskriminalamtes in Kiel wurde der Schuss auf die dreifache Mutter aus der näheren Umgebung abgegeben.

Nach wie vor gehen die Staatsanwaltschaft Kiel und die Ermittler davon aus, dass es sich nicht um eine gezielte Schussabgabe, sondern um einen tragischen Unglücksfall gehandelt hat.

Frau in Schönberg durch Schuss getötet: Geschoss stammte aus Kleinkaliberwaffe

Wenige Minuten nach dem Jahreswechsel war die 39-Jährige in Schönberg mit einer blutenden Wunde am Kopf zusammengebrochen. Sie war zuvor mit ihrer kleinen Tochter und ihrem Mann auf die Straße gegangen, um das Neujahrsfeuerwerk zu genießen.

Die dreifache Mutter verstarb am Neujahrstag im Krankenhaus, ohne das Bewusstsein wieder erlangt zu haben. Eine spätere Obduktion ergab, dass sie von einem Geschoss aus einer kleinkalibrigen Waffe getroffen worden war.

Experten erstellten 3D-Scan der Schussbahn

Die Polizei Kiel richtete im Februar eine eigene Ermittlungsgruppe ein, deren Mitarbeiter sich seither  ausschließlich mit den Geschehnissen der Silvesternacht in Schönberg beschäftigen.

"Kriminaltechniker des Sachgebietes Tatortrekonstruktion des LKA Hamburg erstellten einen 3-D-Scan, mit dessen Hilfe sich die Ermittler in einer virtuellen Tatortdarstellung bewegen und Messungen durchführen können", berichtet der Kieler Polizeisprecher. Waffenexperten des LKA Kiel und Kriminaltechniker führten gemeinsam mit Fahndern des Bundeskriminalamtes in Wiesbaden ballistische Untersuchungen zur Schussabgabe durch.

Fall Schönberg: Polizei sucht weiter nach Zeugen

Auf Grundlage der Versuchs-Ergebnisse inspizierte die Polizei in den vergangenen Tagen erneut den Tatort in Schönberg. Die Ermittler bitten erneut um Mithilfe: "Wir suchen nach Personen, die sich in der Zeit von Mitternacht bis 1 Uhr in dem Bereich Herder-, Goethe-, Hebbel- und Uhlandstraße aufgehalten haben und noch keinen Kontakt zur Polizei hatten", erläutert Felsch. Ungeachtet ihrer Beobachtungen bitten die Ermittler um eine Kontaktaufnahme unter der Telefonnummer 0431/160 3333.

Die Staatsanwaltschaft hat für Hinweise, die zur Aufklärung des Unglücksfalls führen, eine Belohnung von 3000 Euro ausgelobt.

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