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Norddeutschland Für Klimaschutz: Gruppe zeltet unter Windrädern
Nachrichten Norddeutschland Für Klimaschutz: Gruppe zeltet unter Windrädern
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16:19 11.07.2019
Windräder nutzen den Wind als erneuerbare Energiequelle. Quelle: dpa
Lübeck

Zum zweiten Mal zeltet die „Wind of Change – Bürgerinitiative Pro Windkraft“ unter Windkraftanlagen in Quarnbek (Kreis Rendsburg-Eckernförde), um ein Zeichen für den Ausbau erneuerbarer Energien zu setzen. Dabei können die Mitglieder an Informationsworkshops oder an Kreativangeboten zum Thema Klimaschutz teilnehmen. „Wir sind eine unabhängige und bunte Gruppe“ sagt Lina Kaltenberg, Mitglied der Initiative. Es seien Leute aus Umweltgruppen dabei und welche, die sonst noch gar nicht aktiv waren. Die Erlaubnis zum Zelten sei im Voraus vom Windkraftanlagenbesitzer eingeholt worden.

Windkraftanlagen sind leiser als Autobahnen

Die Gruppe kritisiert, dass die Energiewende durch immer mehr Einschränkungen abgewürgt werde. „Ich kann als Schülerin nicht nachvollziehen, wie unsere Zukunft verheizt wird“ erzählt die 17-jährige Ronja Thein, Mitglied und Mit-Organisatorin. Ziel sei es, in diesem Jahr noch mehr Leute auf die Bürgerinitiative aufmerksam zu machen. „Oft wird der Abstand zwischen Windkraftanlagen und Wohngebieten kritisiert. Aus Lärmschutzgründen“ erzählt die 17-Jährige. Dabei seien Windkraftanlagen leiser als Autobahnen. Die Gruppe will zeigen, dass sie kein Problem mit Windkraftanlagen in der Nähe hat.

Es geht nicht um Landschaftsästhetik

Es werde vier- bis fünfmal so viel erneuerbare Energie wie bislang benötigt, um den Pariser Klimavertrag einzuhalten, sagt Ronja. Auch die zwei Prozent Landesfläche, die für den Windenergieausbau maximal vorgesehen ist, passe eher zum bundesweiten Durchschnitt als zu Schleswig Holstein, welches die besten Standorte hat. Das Überleben der Zivilisation sei wichtiger als Landschaftsästhetik. „Wir haben sogar die Erlaubnis bekommen, den Windkraftturm mit Farben anzusprühen.“ Damit werde das Projekt aus dem letzten Jahr fortgesetzt.

Der angesprühte Turm einer Windkraftanlage Quelle: Wind of Change

Unberechtigte Kritik

Die Argumente der Windgegner halten nach Ansicht von „Wind of Change“ einer sachlichen Betrachtung nicht stand. So werde viel Panik über angebliche Gesundheitsgefahren durch nicht hörbaren Infraschall verbreitet. Allerdings gebe es dafür keine Anhaltspunkte. Der Netzausbau sei ebenfalls kein Argument. „Wir müssen ohnehin anfangen, Windstrom für den Verkehr und die Wärmeproduktion zu benutzen. Wenn wir das machen, kann es gar keine Netzengpässe geben“, sagt Luca Brunsch, Gründer der Aktivistengruppe. „Die Windkrafträder drehen sich für unsere Zukunft“, ergänzt Ronja Thein.

Jule Arista Runde

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