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18:10 03.12.2016
Jensens Bøfhus in der korrekten Schreibweise. FOTO: JENSENS.COM
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Neue Regierung: Mehr Minister, keine Mehrheit. Wie zähmt man einen gefährlichen politischen Widersacher? Man lockt ihn mit Ministerposten in die Regierung. Das hat der dänische Regierungschef Lars Løkke Rasmussen getan und zusammen mit den beiden bürgerlichen Parteien Konservative und Liberale Allianz (LA) eine neue Drei-Parteien-Regierung gebildet, eine so genannte „Kleeblatt-Regierung“ (trekløver-regering). Zuvor hatte die kleine, neoliberalistische LA mit dem Sturz der Minderheitsregierung Løkke Rasmussen gedroht, falls im Haushaltsplan 2017 die zusätzliche Spitzensteuer in Höhe von 15 Prozent auf Jahreseinkommen über 62 800 Euro nicht gesenkt wird. Eine solche Senkung wollte Rasmussens wichtigster parlamentarischer Unterstützer, die Dänische Volkspartei (DF), jedoch nicht mitmachen. Aber nur mit den Stimmen beider Parteien, LA und DF, konnte Rasmussen die Mehrheit von 90 der 179 Abgeordneten für seinen Etat bekommen. Die „Kleeblatt-Regierung“ ist zwar in der Zahl kräftig gewachsen, von 17 auf 22 Minister, weil LA und Konservative mit Posten bedient werden mussten. Sie hat aber mit 53 Sitzen noch immer keine Mehrheit.

Ihr Vorteil: Sie muss dafür aber nur noch die Stimmen einer der beiden großen Parteien, der Sozialdemokraten oder der DF, gewinnen. Die Senkung der Spitzensteuer ist auf später vertagt.

Drohender Facharbeitermangel: Der dänischen Wirtschaft droht, ähnlich wie der deutschen, in näherer Zukunft ein gravierender Mangel an Facharbeitern. Das hat der dänische Wachstumsbeirat, der das Wirtschafts- und Wachstumsministerium berät, ermittelt. Der größte Mangel droht nach der Studie, aus der Danmarks Radio zitiert, bei Facharbeitern, die mit den digitalen Medien umgehen können. Der Wachstumsrat empfiehlt, junge Menschen in der Berufsberatung bereits vor einem Schulabschluss auf diese Facharbeiter- und IT-Berufe aufmerksam zu machen.

Fehlerbereinigung im Steakhaus: Auch in Lübeck trug es den falsch geschriebenen Namen: Jensen's Bøfhus. Da gehört nach deutschen wie dänischen Rechtschreibregeln kein Apostroph vor das S am Ende. Jensens ist richtig. Und so heißt das Steakhaus mit 46 Filialen seit wenigen Tagen korrekt „Jensens Bøfhus“. Die Gesellschaft für dänische Sprache hat diese Korrektur begrüßt. Sprach- und Schreibfehler in Firmennamen seien ein Grund für immer schlechtere Rechtschreibkenntnisse junger Dänen.

                   

Mehr vorbeugende Brustoperationen: Die Zahl der Däninnen, die sich aus Angst vor Krebs die Brüste amputieren lassen, ist rasant gestiegen. Das hat nach Medienberichten das dänische Gesundheitsamt ermittelt: 2011 waren es 35 Frauen, die sich zu dem radikalen Schritt entschieden, 2015 bereits 189. Ursache sind moderne Methoden der Erbgut-(DNA-)Analyse, die zeigen, wie groß das individuelle Risiko ist, an Brustkrebs zu erkranken. Vorbeugende Brüsteentfernung war ein großes Thema in den Medien, als 2013 die US-Schauspielerin Angelina Jolie sich wegen eines Gendefekts beide Brüste und die Eierstöcke entfernen ließ.

LN

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