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18:10 13.05.2017

Ein bisschen Trump auf Christiansborg: Wer dem US-Präsidenten Donald Trump nicht passt, wird gefeuert. Die dänische Ausländer- und Integrationsministerin Inger Støjberg (Venstre) mit Amtssitz auf Schloss Christiansborg macht es ähnlich: Wer ihr nicht passt, wird ausgebootet und umgangen. So weigert sich die Ministerin, vertrauliche Anfragen des Parlamentsausschusses für Ausländer- und Integrationsfragen zu beantworten. Der Grund: Sie habe kein Vertrauen in die Arbeit dieses Gremiums. Denn immer wieder würden als „vertraulich“ eingestufte Informationen aus dem Ausschuss an die Presse geleitet – hauptsächlich zu geplanten und bevorstehenden Abschiebungen von abgelehnten Asylbewerbern und/oder illegal in Dänemark lebenden Ausländern, sagte die Ministerin der Zeitung „Politiken“. Ziel der Indiskretionen sei es, die Ausländerpolitik der Regierung zu sabotieren.

Höchstbezahlter Bürgermeister kürzt sein Gehalt: Der Krösus unter Dänemarks Bürgermeistern, das Stadtoberhaupt von Aalborg in Nordjylland, verzichtet künftig auf einen guten Teil seines Einkommens: Statt seines Spitzengehalts von bisher 1,43 Millionen Kronen (192 300 Euro) brutto im Jahr gibt der Sozialdemokrat Thomas Kastrup-Larsen sich mit 870000 Kronen (117000 Euro) brutto im Jahr zufrieden. Denn seine Nebeneinkünfte aus verschiedenen Vorstandsposten, zum Beispiel der Hafengesellschaft AG, in Höhe von zuletzt 590 500 Kronen (79 400 Euro) werden künftig weitgehend auf sein Bürgermeister-Gehalt angerechnet. Das hat der Stadtrat von Aalborg beschlossen – auf Vorschlag des Bürgermeisters. Kastrup-Larsen folgte damit der Empfehlung einer Einkünfte-Kommission zur Abrechnung von Nebeneinkünften, die das Folketing abgelehnt hatte. Es hatte stattdessen die Gehälter der Bürgermeister um 30 Prozent erhöht.

           

Altreifen töten Kühe: Lange haben dänische Landwirte darüber geklagt, aus Deutschland pfandfrei importierte Bierdosen seien eine tödliche Gefahr für ihre Kühe. Wenn die leeren Metalldosen auf Felder und Wiesen geworfen werden, können sie von Erntemaschinen erfasst und kleingehäckselt werden und dann in Kuhmägen landen. Dort könnten die scharfkantigen Metallteile schweren Schaden anrichten, die Tiere sogar töten. Das aber stimmt nicht, haben drei Tierärzte berichtet. Tödliche Gefahren gingen vielmehr von den Altreifen aus, mit denen die Bauern gerne die Plastikabdeckung des Silagefutters beschweren. Wenn diese Reifen sich zersetzen, werden kurze Metalldraht-Stücke aus dem Reifengürtel und dem Wulst frei. Diese bohrten sich dann, von den Kühen mitgefressen, oft durch die Magenwände, wanderten in andere Organe und könnten tödliche Verletzungen und Vergiftungen verursachen. Blechteile von Bierdosen dagegen seien bisher noch nie bei geschlachteten Tieren gefunden worden.

LN

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