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Norddeutschland Lob für schnelle Reaktion der Schule
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16:51 20.12.2018
Gewaltvideos wurden an Schüler geschickt – auch an der Grund-und Gemeinschaftsschule Schule Am Masurenweg in Bad Oldesloe. Quelle: Wolfgang Maxwitat
Bad Oldesloe

Gewaltvideos an Schulen in Bad Oldesloe – die Grund- und Gemeinschaftsschule Am Masurenweg mit 780 Schülern ist eine der betroffenen Lehranstalten. Man sei von Anfang an offensiv mit dem Thema umgegangen, versichert Rektor Sascha Plaumann (47). „Am 11. Dezember bekamen wir Kenntnis, dass das Video in Klassenchats geteilt wurde“, berichtet er. „Es handelte sich um eine fünfte Klasse. Von 25 Schülern hatten wohl 18 das Video gesehen.“

Schule hat schnell reagiert

Noch am selben Tag sei der Klassenrat einberufen worden, man habe die Kinder berichten lassen, viele seien verstört gewesen. „Die Kinder hatten großen Redebedarf“, erinnert sich der Rektor. „Wir haben den Kindern gesagt, dass die Videos gelöscht werden müssen und dass sie nicht weitergeleitet werden dürfen.“ Die Eltern wurden informiert, ebenso die Schulaufsichtsbehörde und die Polizei. Die Schule sei auf solche Situationen vorbereitet, erklärt Plaumann. „Wir haben Medienscouts, machen Medientage.“ Sozialpädagogen hätten sich der Kinder angenommen.

An sich herrsche an der Schule ohnehin Handyverbot. „Die Schüler dürfen das Handy dabei haben, es muss aber ausgeschaltet im Rucksack sein.“ Plaumann hält die Verbreitung der Videos nicht für ein schulisches Problem. „Die Eltern müssen darauf achten, dass die Kinder mit der Benutzung der Geräte nicht allein gelassen werden.“ Trotzdem nehme sich die Schule des Problems an und versuche zu helfen. „Man macht sich natürlich Gedanken – was macht so ein Video mit einer Kinderseele? Sie vor so etwas zu schützen ist eine Herausforderung für die Gesellschaft.“

Wie reagiert man, wenn die eigenen Kinder unmittelbar gefährdet sind?

Mutter Julia Kock (30), deren Tochter Sophia (7) ebenfalls die Grundschule Am Masurenweg besucht, achtet darauf, dass ihre Kinder zu Hause nichts Falsches im Internet ansehen. Ein Handy habe Sophia noch nicht. „Aber sie sagt, dass sie im Bus alles auf den Handys von anderen Schülern sieht.“

Auch Rektor Plaumann ist der Ansicht, dass Kinder im Grundschulalter noch kein Smartphone haben sollten. „Mein Sohn geht in die sechste Klasse und hat auch noch keins. Es gibt bei uns ein Familienhandy, das extra angeschafft wurde, damit jeder erreichbar ist.“

Elternvertreter lobt Krisenmanagement

Elternvertreter Thomas Prüß (62), früher Polizist, ist der Ansicht, dass die Schule richtig reagiert hat. „Nach meiner Kenntnis ist alles gemacht worden, was man machen kann.“ Den Inhalt der Videos erachtet er als „zutiefst verabscheuungswürdig“. Sein Sohn Thore (13) habe auf seinem Handy Whatsapp, aber kein Facebook. „Er hat kein solches Video bekommen, aber er weiß, dass es diese Videos gibt und dass er sie nicht weiterleiten darf. Wenn er eins bekommt, meldet er sich.“ Die Kinder seien nicht in der Lage, den Inhalt der gezeigten Szenen zu verarbeiten, selbst bei Erwachsenen sei dies zu bezweifeln. „Meinem Sohn habe ich gesagt: Sieh es dir nicht an. Ich würde es auch nicht ansehen.“

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