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Norddeutschland Gute Aussichten: Es bleibt erstmal schön
Nachrichten Norddeutschland Gute Aussichten: Es bleibt erstmal schön
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20:10 27.06.2018
Quelle: Lutz Roeßler
Lübeck/Kiel

Mindestens bis in die kommende Woche wird der Norden von Hochdruckgebieten profitieren. „Es geht warm und überwiegend freundlich weiter“, sagt Wache. Mit 16 bis 17 Sonnenstunden pro Tag sei zu rechnen. In der nächsten Woche können sogar Temperaturen von knapp unter 30 Grad erreicht werden. Dadurch erwärmt sich auch die Ostsee: In Küstennähe sind rund 20 Grad Wassertemperatur zu erwarten.

Ob es nun aber gleich sieben Wochen lang so schön bleibt – wie es der Siebenschläfertag im Volksmund verspricht – ist ungewiss. Aus Sicht von Meteorologen ist für den weiteren Sommerverlauf nicht das Wetter an einem einzelnen Tag entscheidend, sondern die Wetterlage im gesamten Zeitraum von Ende Juni bis Anfang Juli. Die Wahrscheinlichkeit für einen zu kühlen oder zu feuchten Sommer sei relativ groß, wenn in dieser Zeit der Luftdruck über Mitteleuropa insgesamt unter normal sei, also wenn da schlechtes Wetter herrsche, erklärte der Deutsche Wetterdienst in Offenbach.

Der Siebenschläfertag geht auf eine alte Legende über sieben schlafende Brüder zurück. Die wegen ihres christlichen Glaubens verfolgten Männer sollen im Jahr 251 in eine Höhle bei Ephesus (in der heutigen Türkei gelegen) geflohen sein. Dort wurden sie zunächst eingemauert. Fast 200 Jahre später allerdings sollen sie lebend entdeckt worden sein. Der katholische Gedenktag für sie ist in Deutschland der 27. Juni.

Nach dem Wonnemonat Mai zeigt sich auch der Juni in Schleswig-Holstein warm und trocken. Die Temperatur liegt schon jetzt über dem Monatsmittel, die Niederschlagsmenge aber deutlich darunter.

20 bis 50 Prozent der sonst für diesen Monat üblichen Regenmenge sind bisher nur gemessen worden. Am meisten Regen ist in der Stadt Schleswig gefallen – dort sind es nach Auskunft der WetterWelt GmbH bisher 80 Prozent. „Das kann ein spannender Sommer werden“, meint Sebastian Wache. Für Touristen optimal, für Landwirte schwierig.

jup