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Norddeutschland Haben Linksextremisten einen Brand-Anschlag auf diese Senatorin geplant?
Nachrichten Norddeutschland Haben Linksextremisten einen Brand-Anschlag auf diese Senatorin geplant?
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14:51 25.11.2019
Bei einem der Beschuldigten fand die Polizei einen Zettel mit vier Adressen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es sich dabei um mögliche Anschlagsziele handelte. Quelle: Christian Charisius/dpa
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Hamburg

Die beiden Männer im Alter von 27 und 31 Jahren sowie eine 28-jährige Frau waren in der Nacht zum 8. Juli im Stadtteil Eimsbüttel festgenommen worden. Bei einem der Beschuldigten fand die Polizei einen Zettel mit vier Adressen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es sich dabei um mögliche Anschlagsziele handelte. Eine der Adressen soll sich auf die Wohnung von Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) beziehen, sagte ein Gerichtssprecher. Zuerst hatte „Welt“ über die Anklage berichtet.

Die drei Beschuldigten waren damaligen Polizeiangaben zufolge kurz vor ihrer Festnahme mit Fahrrädern unterwegs gewesen und hatten sich in einer Grünanlage verdächtig verhalten. Im Rucksack des 31-Jährigen seien mehrere selbst gefertigte Brandsätze gefunden worden, dazu Grillanzünder, Feuerzeug und Handschuhe. Der andere Mann und die Frau hätten ebenfalls Handschuhe und Feuerzeuge sowie Wechselbekleidung in Rucksäcken gehabt. Die beiden Männer seien polizeibekannte Personen aus dem linksextremen Spektrum, hieß es.

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Dorothee Stapelfeldt (SPD) bei einer Sitzung der Hamburger Bürgerschaft. Quelle: Marcus Brandt dpa/lno

Verdacht der schweren Brandstiftung steht im Raum

Die Anklage lautet nun auf Verabredung zur gemeinschaftlichen Begehung von drei Brandstiftungen und einer schweren Brandstiftung. Wegen der besonderen Bedeutung des Verfahrens sei das Landgericht zuständig, sagte der Gerichtssprecher. Eine Strafkammer muss nun die Anklage prüfen. Lässt das Gericht sie zu, kommt es zum Prozess.

Von RND/dpa

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