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Norddeutschland Hamburg will Duschbus für Obdachlose einführen
Nachrichten Norddeutschland Hamburg will Duschbus für Obdachlose einführen
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17:31 21.02.2019
Ein Obdachloser schläft in Decken und Schlafsäcke gehüllt unter einem Verbotsschild mit der Aufschrift «Lagern verboten» an einem öffentlichen Gebäude. Quelle: dpa
Hamburg

Ein Duschbus für Obdachlose könnte künftig durch Hamburgs Straßen rollen. Das gemeinnützige Unternehmen „GoBanyo“ hat dafür eine Spendenkampagne gestartet, wie das Hamburger Straßenmagazin „Hinz&Kunzt“ auf ihrer Online-Seite berichtet. Gebraucht werden demnach 150.000 Euro. Vorbild für die mobilen Duschen ist ein Duschbus im US-amerikanischen San Francisco.

Die Hamburger Sozialbehörde begrüßte das Projekt grundsätzlich. Entscheidend sei allerdings, wie sich ein Duschbus in das bestehende Hilfesystem eingliedern ließe, sagte Behördensprecher Martin Helfrich am Donnerstag auf epd-Anfrage. An zielführenden Gesprächen werde man sich „wohlwollend beteiligen“.

2000 Menschen in Hamburg obdachlos

In Hamburg gibt es laut aktuellen Statistiken rund 2.000 Obdachlose. Für sie stünden jedoch nur 22 Duschplätze in öffentlichen Einrichtungen zur Verfügung, so „Hinz&Kunzt“. Das sei zu wenig - findet auch Dominik Bloh (30), Gründer des Unternehmens „GoBanyo“. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern will der ehemalige Obdachlose einen Linienbus umbauen - mit Duschkabinen und Kleiderkammer. Spenden möchte den Bus die Hamburger Hochbahn. „Mit dem Duschbus schaffen wir eine halbe Stunde Privatsphäre und Ruhe für die Menschen auf der Straße“, sagt Bloh: „Waschen ist Würde.“

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epd/RND

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