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Norddeutschland Kita will keine Indianer-Kostüme
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18:31 05.03.2019
Ein als Indianer verkleideter Junge. (Archivfoto) Quelle: picture-alliance/ dpa
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Hamburg

„Wir achten im Kita-Alltag sehr auf eine kultursensible, diskriminierungsfreie und vorurteilsbewusste Erziehung“ und das solle sich auch an Faschingstagen nicht ändern, hieß es. Deshalb bat sie um Verkleidungen, die keine Stereotype wie Geschlecht, Hautfarbe und Kultur bedienen.

Der Trägerin der Einrichtung, die städtische Elbkinder Vereinigung Hamburger Kitas, steht hinter der Idee. „Es geht dabei überhaupt nicht darum, die Moralkeule zu schwingen“, sagte die pädagogische Geschäftsführerin Franziska Larrá am Dienstag. Vielmehr gehe es um Sensibilisierung. „Wir wollen inklusiv sein und nicht mit Stereotypen Menschen verletzen.“ Eine Faschingsvorgabe an die 185 Elbkinder-Kitas habe es nicht gegeben.

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Beschwerden blieben aus

Beschwerden über den Wunsch der Kita-Leitung, Fasching ohne Indianer und Scheichs feiern zu wollen, habe es übrigens nicht gegeben, sagte Larrá. Im Gegenteil: „Es haben sich bei der Leitung nur Eltern gemeldet, die das total gut fanden. Die haben sich gefreut, dass dafür eine Sensibilität geschaffen wurde.“ Ob am Ende doch Scheichs oder Indianer auf der Faschingsfeier in Ottensen waren, konnte Larrá nicht sagen: „Wenn ein Indianer gekommen ist, ist er sicherlich willkommen gewesen.“

dpa