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Norddeutschland Hamburger Polizei blickt „vorsichtig optimistisch“ auf 1. Mai
Nachrichten Norddeutschland Hamburger Polizei blickt „vorsichtig optimistisch“ auf 1. Mai
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07:04 30.04.2019
 Hamburg: Teilnehmer der "Revolutionären 1. Mai-Demo" mit dem Motto "Kapitalismus - immer noch Scheiße! Heraus zum 1. Mai" gehen durch Hamburg. Quelle: Malte Christians/dpa/Archivbild
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Hamburg

Trotz der Anmeldung links- und rechtsextremer Kundgebungen schaut die Hamburger Polizei in diesem Jahr „vorsichtig optimistisch auf die Walpurgisnacht und den 1. Mai“. Bereits in den vergangenen beiden Jahren sei die Revolutionäre 1. Mai-Demonstration vergleichsweise friedlich verlaufen, sagte Polizeisprecher Timo Zill der dpa.

Unterstützung aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen

Während die Kundgebungen in der Vergangenheit von Linksextremen und Autonomen geprägt gewesen seien, gebe es in diesem Jahr mit „Pegida München“ aber auch Mobilisierung am rechten Rand. „Wir werden natürlich auf die Extremisten beider Couleur schauen.“

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Die Polizei werde mit starken Kräften im Einsatz sein und Gewalt - „egal von wem sie ausgeht - schon im Keim unterbinden“, sagte Zill. Dabei werde die Hamburger Polizei von Kollegen aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie Beamten der Bundespolizei unterstützt.

Erste Proteste bereits am Dienstag

Ursprünglich wollte die rechte Gruppe „Pegida München“, die keine Verbindung zu den „Patriotischen Europäern gegen die Islamisierung des Abendlandes“ aus Dresden hat, bereits ab Dienstagnachmittag vor dem linksautonomen Kulturzentrum „Roten Flora“ im Schanzenviertel einen Dauerprotest abhalten.

Aus Sicherheitsgründen war ihr ein Platz am Bahnhof Schlump zugewiesen worden. Mit einem Einspruch gegen die Auflage war die Gruppe vor dem Verwaltungsgericht Hamburg gescheitert.

Geringer Zulauf erwartet

Nach Angaben Zills hatte die Gruppe für Dienstagabend eine weitere Kundgebung im Schanzenviertel angemeldet, die laut Auflage der Versammlungsbehörde nun am Berliner Tor stattfinden soll.

Die Polizei erwartet nur geringen Zulauf, „weil wir nach derzeitigem Stand keine Vernetzung von "Pegida München" hier in Hamburg sehen“. Vom Veranstalter angemeldet wurden insgesamt 100 Teilnehmer.

Für die Revolutionäre 1. Mai-Demo, hinter der der vom Hamburger Verfassungsschutz als gewaltorientiert eingestufte Rote Aufbau steht, sind 1000 Teilnehmer angemeldet. Der Zug soll in diesem Jahr vom Bahnhof Sternschanze zur Lenz-Siedlung in Eimsbüttel führen.

RND/dpa