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Norddeutschland Havarierter Frachter aus Schleuse am Nord-Ostsee-Kanal geschleppt
Nachrichten Norddeutschland Havarierter Frachter aus Schleuse am Nord-Ostsee-Kanal geschleppt
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15:55 22.02.2018
Am Montagabend hatte die „Akacia“ kurz vor Mitternacht das Schleusentor der Südkammer gerammt.
Am Montagabend hatte die „Akacia“ kurz vor Mitternacht das Schleusentor der Südkammer gerammt.  Quelle: Daniel Friedrich (dpa)
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 Zwei Tage nach der Havarie in der Schleuse Kiel-Holtenau ist das 150 Meter lange Containerschiff „Akacia“ am Mittwoch aus der Schleusenkammer geschleppt worden. Das teilte ein Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau (WSA) mit. Zwei Schlepper hätten den Frachter auf dem Nord-Ostsee-Kanal zu einem Liegeplatz gebracht. Taucher sollten noch im Laufe des Tages das Ausmaß der Schäden am Schleusentor und der Schleuse klären - um zu entscheiden, wie das defekte Tor entfernt und ein Ersatz-Schleusentor eingebaut werden kann. Dies dürfte mehrere Tage dauern.

Sperrung behinderte Schiffsverkehr

Wegen der Schiffskollision mit dem Schleusentor war der Schiffsverkehr am Nord-Ostsee-Kanal am Mittwoch weiterhin behindert. Die Verzögerung für Schiffe an der Schleuse Kiel-Holtenau betrug etwa zwei drei Stunden, teilte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau (WSA) mit. In Brunsbüttel an der Elbe betrug die Verzögerung laut Behörde am Mittwoch ein bis zwei Stunden. In Kiel-Holtenau steht seit dem Unfall nur noch eine von zwei Schleusenkammern zur Verfügung.

Am Montagabend hatte die „Akacia“ kurz vor Mitternacht das Schleusentor der Südkammer gerammt. Verletzt wurde niemand. Der unter portugiesischer Flagge fahrende Frachter war nach den ersten Ermittlungen statt langsamer schneller in die Schleuse gefahren. Der Bug durchbrach das Tor teilweise, das Schiff lag auf dem Schleusentor auf. Experten gehen von einem technischen Defekt der Motorenanlage als Unfallursache aus.