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Norddeutschland Fünf verrückte Sportarten im Norden
Nachrichten Norddeutschland Fünf verrückte Sportarten im Norden
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17:29 12.08.2019
Die Oberkörper umhüllt ein Plastikball, nur die Füße gucken raus: Mit dieser Polsterung sind Schubsen und Anrempeln beim Bubble Fußball erlaubt. Quelle: Lutz Roeßler
Lübeck

Wer beim Sport mal etwas anderes als Fußball, Volleyball oder Schwimmen ausprobieren möchte, kann diese durchgeknallten und sehr spaßigen Alternativen ausprobieren:

Unterwasser-Rugby

Rugby mit Flosse, Brille und Schnorchel: Bei dieser Variante des ruppigen Mannschaftssport treten die Teams unter Wasser gegeneinander an. Während das Spiel an Land vor allem in England Frankreich oder Neuseeland gespielt wird, stammt die Idee dazu aus Deutschland. Das Spiel findet auch in Lübecker Schwimmbädern in etwa drei bis fünf Metern Tiefe statt. Die Teams versuchen, einen mit Salzwasser gefüllten Ball (um ein Auftauchen zu verhindern) in das gegnerische Tor (einen am Boden befestigten Metallkorb) zu bekommen. Jeweils sechs Spieler pro Mannschaft treten in 15 Minuten Spielzeit gegeneinander an. Körperliche Attacken sind nur auf den ballführenden Spieler erlaubt, die Tauchausrüstung ist tabu.

Von Unterwasser-Rugby bis Bubble Soccer – bei dieses skurrilen Sportarten sind mitunter besondere Fähigkeiten gefragt.

Headis

Eitelkeit ist bei dieser Sportart fehl am Platz. Bei Headis ist es nämlich unmöglich, elegant auszusehen, dafür macht es großen Spaß. Der Name setzt sich aus dem englischen Wort für Kopf, „Head“, und Tennis zusammen. Erfunden wurde das Spiel durch den Saarbrücker Sportstudenten René Wegner in einem Freibad. Als der Fußballplatz besetzt war, zogen er und seine Freunde kurzerhand auf die Tischtennisplatte um und probierten etwas Neues: Headis verbindet Elemente aus Tischtennis, Tennis und dem Kopfball beim Fußball. An einer Tischtennisplatte treten zwei Spieler mit einem Gummiball gegeneinander an. Der Ball darf dabei nur mit dem Kopf gespielt werden. Mittlerweile gibt es schon Vereine wie den TSV-Goosefeld bei Eckernförde und richtige Wettkämpfe. Auch Fußballer haben Headis ins Training integriert.

Bubble Fußball

Die Oberkörper verhüllen riesige Plastikkugeln, nur die Beine gucken heraus: In diesem Aufzug spielen die Teams Bubble Fußball in Lübeck. Dabei gelten die gleichen Regeln wie beim regulären Fußball, mit einer Ausnahme: Anrempeln, Stoßen und Umrennen sind erlaubt und werden als Strategie eingesetzt. Aufgrund der Hitze in den Plastikbällen dauern die Spiele nur fünf bis sieben Minuten. Für den Sport aus Norwegen gibt es auch in Deutschland immer mehr Anbieter.

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Quidditch

Harry Potter-Fans, aufgepasst: Den Sport aus der Zauberschule Hogwarts können nun auch „Muggel“ in Kiel spielen. Aber auch wenn die Spieler genau wie die Zauberschüler einen Besen zwischen den Beinen mitführen müssen, bleiben sie auf dem Boden. Im Jahr 2005 haben sich Potter-Fans aus Vermont das Spiel ausgedacht. Inzwischen hat sich Quidditch zu einer eigenständigen Sportart entwickelt, in der sogar Weltmeisterschaften ausgetragen werden. Die Vollkontaktsportart kombiniert Elemente aus Rugby, Handball und Völkerball. Insgesamt befinden sich – wie beim zauberhaften Original – fünf Bälle im Spiel: Mit dem Quaffel können Punkte erzielt werden, die drei Klatscher stören Spieler, und wer den goldenen Schnatz fängt, hat das Spiel meist gewonnen. Den Schnatz verkörpert ein gelber Tennisball, der in den Hosenbund eines neutralen Spielers gesteckt wird.

Crossgolf

An verlassenen Baugruben, in indus­triellen Brachflächen, auf Waldlichtungen, auf vereisten Seen oder am Strand: Crossgolf wird in der Region überall gespielt. Baumstämme, ein Müllcontainer oder Heuballen können dabei zum Loch werden. So wird Golf spielen kreativ und für alle erschwinglich. Denn außer einem Eisen und Bällen braucht der Spieler kein weiteres Equipment. Auch mit den Golfregeln nehmen es die Spieler nicht so genau. Nur eines ist wichtig: Niemand darf verletzt oder in Gefahr gebracht werden. Bei der Wahl der Spielumgebung sollte auch unbedingt darauf geachtet werden, dass die Natur und fremdes Eigentum nicht beschädigt werden. Um die Sicherheit zu erhöhen, kommen vor allem bei Wettkämpfen spezielle Crossgolfbälle zum Einsatz, die leichter und ungefährlicher sind.

Von Alessandra Röder

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