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Norddeutschland Hitzewelle in Schleswig-Holstein: Darum könnte es länger heiß bleiben
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Hitze-Welle: In Schleswig-Holstein wird es heiß

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08:46 06.08.2020
Hitzewelle im Norden: Bis Mitte nächster Woche werden die Temperaturen täglich auf bis zu 33 Grad ansteigen.
Hitzewelle im Norden: Bis Mitte nächster Woche werden die Temperaturen täglich auf bis zu 33 Grad ansteigen. Quelle: dpa
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Lübeck

Die Schulferien sind zu Ende und das gute Wetter fängt gerade erst an: In den nächsten Tagen erwarten Wetterexperten hohe Temperaturen in Norddeutschland. „Am Donnerstag werden wir im Norden die 30-Grad-Marke überschreiten“, sagt Tobias Schaaf, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Hamburg. „Besonders im Lauenburgischen wird es heiß. Aber auch in Lübeck werden rund 31 bis 32 Grad erreicht.“

DWD-Meteorologe: „Die Hitzewelle im Norden kommt – ab Donnerstag“

Und damit nicht genug der Hitze: Der DWD spricht offiziell von einer Hitzewelle, wenn an mehr als drei Tagen hintereinander Temperaturen über 30 Grad erreicht werden. „Das werden wir bekommen“, sagt Schaaf. „Die Hitzewelle im Norden kommt – ab Donnerstag geht es los.“

Am Freitag werden laut Schaaf ähnlich hohe Temperaturen wie am Tag zuvor erreicht. Nur in den Küstengebieten könne es wegen der östlichen Winde etwas kühler werden.

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Auch Gewitter sind möglich

Am Wochenende könne es zwar punktuell zu einigen Wärmegewittern kommen – die hohen Temperaturen aber bleiben. Nachts werden sich die Temperaturen voraussichtlich auf unter 20 Grad (ab 20 Grad spricht man von tropischen Nächten) abkühlen. „Tropische Nächte werden wir höchstens in Großstädten wie Hamburg erreichen. Aber unangenehm warm kann es dennoch in der Nacht werden.“

Besondere Wetterlage: Hitzewelle im August ist ungewöhnlich für den Norden

Grund für die Hitzewelle ist eine für Norddeutschland besondere Wetterlage. „Die warme Luft aus Spanien und Nordafrika wird in den Norden getragen – deswegen und wegen der hohen Sonneneinstrahlung kommt es zu der Hitzewelle“, sagt Schaaf. „Normalerweise kommt im August die kühlere Atlantikluft in den Norden. Aber im Moment hat sich die Wetterlage geändert und die heiße Luft aus dem Süden sorgt für steigende Temperaturen.“

In Hamburg kam es laut DWD das letzte Mal im Jahr 2018 zu einer Hitzewelle, bei der eine Woche lang die Temperaturen über 30 Grad gestiegen waren. „Hitzewellen sind nicht gängig in Norddeutschland. In den letzten Jahrzehnten gab es nicht viele. 1994 und 1995 gab es jeweils acht beziehungsweise 12 Hitzetage – aber nicht am Stück. Einzelne heiße Tage gibt es fast in jedem Sommer.“

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Tropische Temperaturen: Wie lange bleibt die Hitzewelle?

Meteorologe Tobias Schaaf geht davon aus, dass sich die Hitzewelle im Norden bis Mitte nächster Woche fortsetzen wird – mindestens. „Bis Mitte nächster Woche können wir seriöse Aussagen treffen, danach wird es schwierig“, sagt Schaaf. „Es kann also durchaus sein, dass es so weitergeht. Ein Ende der Hitzewelle ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar.“

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Von Hannes Lintschnig