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Norddeutschland Spritpreise auf Höhenflug: So sparen Sie trotzdem Geld beim Tanken
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Hohe Benzin- und Dieselpreise: Tipps zum Geld sparen beim Tanken

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07:31 19.10.2021
Teures Tanken: Die Spritpreise sind so hoch wie zuletzt vor acht Jahren. dpa
Teures Tanken: Die Spritpreise sind so hoch wie zuletzt vor acht Jahren. dpa
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Hannover

Im Schnitt 1,609 Euro für Super E10 und 1,555 Euro für Diesel: Der Kraftstoffpreis hat mit dem jüngsten Anstieg nicht nur einen neuen Jahreshöchststand erreicht, sondern ist auch so hoch wie zuletzt im Jahr 2013. Vom höchsten jemals gemessenen Preis in Deutschland ist der Otto-Kraftstoff laut ADAC allerdings noch ein Stück entfernt: Am 13. September 2012 kostete ein Liter Super E10 im Tagesmittel 1,709 Euro – genau zehn Cent mehr als jetzt.

Wie können Sie angesichts der hohen Preise trotzdem Geld sparen? Hier kommen die wichtigsten Tipps:

Was kann der Autofahrer tun?

Damit das Tanken kein allzu großes Loch ins Budget reißt, gibt es nach Ansicht von Christine Rettig, Sprecherin des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, mehrere Stellschrauben. „Zum einen Ausschau halten nach einer günstigen Tankstelle“, sagt Rettig.

Verbraucher könnten auch darüber nachdenken, ob ein neues elektrisches oder mit Erdgas betriebenes Auto nicht sinnvoller wäre, meint Rettig. Und auch die Rolle des sogenannten vorausschauenden Fahrens zum Spritsparen sei nicht zu unterschätzen. „Gleichmäßiges Fahren ohne unnötige Beschleunigungen mindert den Verbrauch. Wir bieten beim ADAC auch entsprechende Spritspartraining-Kurse an.“

Wie kommt man an die aktuellen Preise?

Zahlreiche Apps und Internetseiten geben an, welche Tankstelle in der Nähe derzeit am preisgünstigsten ist. Seit dem 31. August 2013 sind Unternehmen, die öffentliche Tankstellen betreiben, verpflichtet, Preisänderungen bei den gängigen Kraftstoffsorten Super E5, Super E10 und Diesel „in Echtzeit“ an die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe zu melden. Diese gibt die eingehenden Preisdaten an Anbieter von Informationsdiensten wie Apps und Internetseiten weiter.

Autofahrer sollen so auf ihren Smartphones oder auf ihren Navigationsgeräten die aktuellen Kraftstoffpreise und die günstigste Tankstelle in der Umgebung oder entlang einer Route erfahren können.

Eine Übersicht der offiziell zugelassenen Informationsplattformen zu den Spritpreisen findet sich hier.

Am Abend sind die Benzin- und Dieselpreise im der Regel am günstigsten. Quelle: Carsten Koall/dpa

Wann ist der Sprit am günstigsten?

Der Kraftstoffpreis ändert sich mehrmals am Tag. „Die günstigste Zeit zum Tanken liegt zwischen 18 und 20 Uhr“, sagt die ADAC-Sprecherin. Morgens und mittags indes gibt es Preisspitzen. Wer diese Faustregel berücksichtigt und die Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Tageszeiten und den Anbietern nutzt, kann beim Tanken stets einige Euro sparen. Wochentage oder Ferientage spielen bei der Preisgestaltung mittlerweile keine Rolle mehr.

Wie viel kann man sparen bei der Wahl der richtigen Tankstelle?

Wie die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe im Bundeskartellamt in einem Bericht hervorhebt, kann es an einer einzigen Tankstelle Preisunterschiede von bis zu 12 Cent pro Tag geben. Zudem kommt es mittlerweile zu bis zu sechs täglichen Preisspitzen an den Zapfsäulen. „Vor einigen Jahren noch haben sich die Preise nicht so oft verändert“, sagt die ADAC-Sprecherin. Zwischen Stadt und Land sind die Unterschiede im Durchschnitt eher gering.

Warum steigt gerade der Dieselpreis so stark?

Die Ursache dafür, dass der Dieselpreis stärker steigt, liegt vor allem an der Jahreszeit. „Die Nachfrage nach Heizöl ist im Herbst am größten, das sorgt auch für eine noch stärkere Verteuerung an den Diesel-Zapfsäulen“, erklärt Rettig. Der Rohölpreis habe stark zulegt. „Dazu kommt die CO2-Steuer, die im Januar 2022 erhöht werden soll. Das wird noch vielen Autofahrern wehtun.“

Von Susanna Bauch/HAZ