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Norddeutschland Immer mehr Rechtsrock-Konzerte im Norden
Nachrichten Norddeutschland Immer mehr Rechtsrock-Konzerte im Norden
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10:08 21.11.2018
Rechtsrock-Konzerte wie hier in Apolda in Thüringen finden auch in Schleswig-Holstein statt und beschäftigen Polizei und Verfassungsschutz im Norden. Quelle: dpa
Kiel

Die Zahl rechtsextremer Konzerte steigt auch in Schleswig-Holstein an. Zehn solcher Rechtsrock-Konzerte und rechtsextremistischer Liederabende registrierten Polizei und Verfassungsschutz im Jahr 2017. 2016 waren es erst drei gewesen. Das geht aus der Antwort des Innenministeriums auf eine kleine Anfrage der SPD hervor.

Konzert in Wahlstedt

In Wahlstedt traten zwei rechte Bands im Bandidos-Clubhaus auf. Wo genau die Konzerte stattfanden, wollen die Ermittler nicht in jedem Fall preisgeben. Nur so viel: Drei seien es im südlichen Schleswig-Holstein gewesen, eines davon fand am 13. Mai in Wahlstedt statt – im Clubhaus der RockergruppeBandidos MC Northgate“. Es wurde sogar mit einem Flyer beworben. Über eine Handynummer konnte dann der genaue Ort erfragt werden. Die Rufnummer sei eindeutig einem Bandido-Mitglied zuzuordnen gewesen, das früher schon in der rechten Szene in Niedersachsen aufgefallen sei, heißt es vom Innenministerium.

Aufgetreten seien dann die Bands „Kategorie C“ (Hungrige Wölfe) und „Hausverbot“. Zwischen 60 und 80 Zuhörer seien gekommen, darunter bekannte Rechtsextremisten aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Dänemark. Bei anderen Konzerten seien sogar bis zu 170 Zuhörer gekommen.

Auch 2018 hat es demnach wieder solche rechten Veranstaltungen gegeben. So sei die Band „Kategorie C“ etwa ausgerechnet am 27. Januar vor 60 Zuhörern in Dahme in Ostholstein aufgetreten. Der 27. Januar ist der Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz und der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.

Tobias von Pein (SPD) fordert ein härteres Durchgreifen

Der SPD-Landtagsabgeordnete Tobias von Pein ist besorgt. Immer wieder fänden offenbar ungehindert Konzerte und Liederabende statt, „auf denen Volksverhetzung und Rassismus propagiert werden“.

Tobias von Pein (SPD) Quelle: HFR

Wolfram Hammer

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