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Norddeutschland Jäger erlegten im vergangenen Jahr mehr Wild in Schleswig-Holstein
Nachrichten Norddeutschland Jäger erlegten im vergangenen Jahr mehr Wild in Schleswig-Holstein
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08:44 22.09.2019
Zwei Rehe stehen auf einem Feld. In den Wäldern Schleswig-Holsteins ist im vergangenen Jagdjahr mit Ausnahme des Wildschweins mehr Wild erlegt worden als im Vorjahr. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Kiel

Die Jäger im Norden haben mehr Wild erlegt als im Vorjahr. So wurden von April 2018 bis März 2019 mehr als 1200 Stück Rotwild gezählt, wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte - der höchste Wert seit 1960. Auch beim Damwild meldete das Ministerium mit einer Strecke von 11 749 erlegten Tieren knapp tausend Tiere mehr als im Vorjahreszeitraum. Beim Rehwild wurden mit rund 48 000 Tieren etwas mehr Tiere getötet als in der Vorsaison.

Ein Rückgang auf hohem Niveau ist beim Schwarzwild zu verzeichnen: Nach dem Rekordjahr 2017/18, in dem rund 19 500 Wildschweine erlegt wurden, zählte das Ministerium in diesem Jahr rund 16 300 Tiere. Mehr erlegte Tiere in einem Jahr ließen nicht automatisch den Schluss zu, dass auch der Wildbestand insgesamt gewachsen sei, sagte ein Sprecher des Ministeriums.

Wildschweine unter strenger Beobachtung

Gerade die Wildschweinbestände, aber auch die anderen Schalenwildarten, stünden unter strenger Beobachtung. „Das gilt insbesondere, weil das Damoklesschwert der afrikanischen Schweinepest über uns schwebt“, sagte der Sprecher.

Durch den weit verbreiteten Maisanbau seien die Wildschweinbestände, die das Virus übertragen können, in den vergangenen Jahren gewachsen. Ein zu hoher Wildbestand sei auch schädlich für die Wälder, weil die Tiere Knospen junger Bäume abfressen und Rinde von den Bäumen schälen.

Afrikanische Schweinepest

Die afrikanische Schweinepest ist nach Angaben des Landes Schleswig-Holstein eine Tierseuche, die von Afrika nach Europa eingeschleppt wurde und bei infizierten Wild- sowie Hausschweinen nach kurzem, fieberhaftem Krankheitsverlauf zum Tod führt. Es gibt keine Impfstoffe gegen die Infektion.

Von dpa/RND

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