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Nachrichten Norddeutschland Jamaika zum ersten Jahrestag auf Dampferfahrt
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19:54 25.06.2018
Bernd Buchholz (FDP), Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, Heiner Garg (FDP), Sozialminister, Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident, Monika Heinold (Bündnis90/Die Grünen), Finanzministerin, Sabine Sütterlin-Waack (CDU), Justizministerin, Hans-Joachim Grote (CDU), Innenminister und Karin Prien (CDU), Bildungsministerin.
Bernd Buchholz (FDP), Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, Heiner Garg (FDP), Sozialminister, Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident, Monika Heinold (Bündnis90/Die Grünen), Finanzministerin, Sabine Sütterlin-Waack (CDU), Justizministerin, Hans-Joachim Grote (CDU), Innenminister und Karin Prien (CDU), Bildungsministerin. Quelle: dpa
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Kiel

Die Koalition aus CDU, Grünen und FDP hat am Montag mit einer einstündigen Fahrt auf der Kieler Förde ihr einjähriges Bestehen in Schleswig-Holstein gefeiert. „Das hat ein Jahr wirklich hervorragend geklappt“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) an Bord des Raddampfers „Freya“, Baujahr 1905. Ein Thema war der Asylstreit zwischen CDU und CSU auf Bundesebene. Aus Günthers Sicht sollten sich die im Bund Beteiligten am Riemen reißen und sich ein Beispiel an Schleswig-Holstein nehmen.

Mit Günther an Bord waren am späten Nachmittag alle Minister außer Umweltressortchef Robert Habeck, die Fraktionsvorstände und die Landesvorsitzenden der Jamaika-Bündnisparteien. Die Spitzen von CDU, Grünen und FDP hatten den Koalitionsvertrag am 27. Juni 2017 unterschrieben. Am Tag darauf wählte der Landtag Günther zum Regierungschef. Die Koalitionspartner zogen in den vergangenen Tagen eine durchweg positive Bilanz ihres ersten gemeinsamen Jahres. Aus der Opposition kam besonders von SPD und AfD deutliche Kritik.

Bestens gelaunt stellten die Spitzen-Jamaikaner sich auf der „Freya“ zum Fotoshooting. Wirtschaftsminister Bernd Buchholz alberte mit Gesten derart, dass Sozialminister Heiner Garg (beide FDP) fragte: „Kann man den Buchholz auch mal ohne Faxen haben?“. Minuten später trafen sich Günther und FDP-Bundesvize Wolfgang Kubicki zum vertraulichen Vier-Augen-Gespräch. Natürlich ging es auch um Berlin.

Für Gesprächsstoff sorgte auch, dass die Geburtstagsfeier auf einem alten Raddampfer stattfand. Das Schiff habe die CDU ausgesucht und die Grünen hätten nicht aufgepasst, lästerte FDP-Fraktionschef Christopher Vogt. „Es macht wirklich Freude“, schob er zur Stimmung bei Jamaika nach. „Wir sind froh, dass wir diesen Schritt gegangen sind im letzten Jahr.“

Jamaika arbeite hart und sei eine Erfolgsgeschichte, sagte die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Eka von Kalben. CDU-Kollege Tobias Koch teilte das und hatte auch eine Erklärung für die Auswahl des Feierschiffes parat: Die CDU bekunde damit ihre Unterstützung für die Traditionsschifffahrt. Und: „Tradition und Moderne miteinander vereinbaren - auch dafür steht Jamaika.“ Zum Kielholen sei im Übrigen niemand mit an Bord genommen worden, auch keine Journalisten.

Und so kamen alle wohlbehalten zurück.

dpa