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Norddeutschland Jugendherbergen in Schleswig-Holstein locken mehr Familien an
Nachrichten Norddeutschland Jugendherbergen in Schleswig-Holstein locken mehr Familien an
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09:59 26.02.2019
Für die Zukunft ist unter anderem die Modernisierung der Lübecker Jugendherberge „Vor dem Burgtor“ geplant. Die Herberge zählte im vergangenen Jahr 32 300 Übernachtungen. Quelle: Cosima Künzel
Lübeck

In 24 Herbergen im Norden wurden im vergangenen Jahr insgesamt 8,7 Millionen Euro in Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen investiert. Eines der größten Bauprojekte mit 1,6 Millionen Euro war dabei die Jugendherberge Bad Malente, die einen Anbau sowie 22 neu eingerichtete Zimmer mit eigenem Bad und mit Seeblick erhielt. Aktuell ist unter anderem die Modernisierung der Lübecker Jugendherberge „Vor dem Burgtor“ geplant. Die Herberge zählte im vergangenen Jahr 32 300 Übernachtungen von 13 800 Gästen.

Scharbeutz ist der Renner

Spitzenreiter im LN-Verbreitungsgebiet war aber die Jugendherberge Scharbeutz: gut 60 200 Übernachtungen und 15 800 Gäste zählte das DJH. Einen neuen Bestwert stellte zudem die Herberge in Bad Oldesloe auf: 11 000 Übernachtungen bei 4900 Gästen – so viele gab es bei der Stormarner Jugendherberge in den vergangenen fünf Jahren nicht mehr.

Übernachtungszahlen 2018

Lübeck: „Vor dem Burgtor“: 32 300 Übernachtungen, 13 800 Gäste; Altstadt: 13 100 Übernachtungen, 6700 Gäste Scharbeutz: 60 200 Übernachtungen, 15 800 Gäste Dahme: 19 500 Übernachtungen, 5500 Gäste Fehmarn: 23 100 Übernachtungen, 7300 Gäste Schönberg: 17 000 Übernachtungen, 4700 Gäste Bad Malente: 21 800 Übernachtungen, 7100 Gäste Plön: knapp 26 600 Übernachtungen, 8500 Gäste Bad Segeberg: 19 700 Übernachtungen, 8300 Gäste Bad Oldesloe: 11 000 Übernachtungen, 4900 Gäste Ratzeburg: 34 300 Übernachtungen, 10 300 Gäste Mölln: 14 800 Übernachtungen, 5000 Gäste

Mit Vorfreude blickt der Verband indes ins Herzogtum Lauenburg: Drei Jahre lang beherbergte die Jugendherberge Geesthacht an der Elbe minderjährige unbegleitete Geflüchtete. Nun nimmt sie – nach einer kurzen Renovierungspause – im April den normalen Herbergsbetrieb wieder auf.

Lange Schulferien erschweren Geschäft

Insgesamt hat der Landesverband Nordmark mit seinen 45 Herbergen wieder die magische Millionenmarke in Schleswig-Holstein, Hamburg und im nördlichen Niedersachsen knacken können. 1,064 Millionen Übernachtungen und 350 000 Gäste wurden registriert. Der Großteil der Gäste waren mit 44,1 Prozent Schulklassen.

„Wir sind froh, dass sich die Klassenfahrten stabil entwickelt haben, obwohl wir in 2018 mit der ungünstigen Lage der Ferienzeiten der Bundesländer und mit verlängerten Herbstferien in Schleswig-Holstein zu kämpfen hatten“, ordnet Geschäftsführer Helmut Reichmann das Ergebnis ein. Dadurch hätten den Schulklassen weniger Zeit für ihre mehrtägigen Exkursionen zur Verfügung gestanden. Zuwächse verzeichnet der Landesverband nach eigenen Angaben dagegen bei den Familien, die jetzt 18,5 Prozent ausmachen, und den jungen Seminargruppen (16,4 Prozent).

Probleme im Nord-Osten

In Mecklenburg-Vorpommern, wo die Zahl der Übernachtungen mit rund 390 000 trotz eines boomenden Tourismus-Sektors ebenfalls stagniert, hatte der dortige Chef des Landes-Jugendherbergswerks Kai-Michael Stybel von einem schwierige Marktumfeld bei Kinder- und Jugendreisen gesprochen. Demnach macht den Herbergen auch die soziale Entwicklung und die zunehmende Armutsgefährdung zu schaffen. „Wenn im Klassenverbund zwei oder drei Elternhäuser davon betroffen sind und sich verweigern, finden manche Fahrten einfach nicht statt“, sagte Stybel.

Jan Wulf

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