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Norddeutschland Kaiserwetter krönt Windjammerparade zur Kieler Woche
Nachrichten Norddeutschland Kaiserwetter krönt Windjammerparade zur Kieler Woche
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14:27 29.06.2019
Der vorletzte Tag der Kieler Woche: der Höhepunkt war die Parade der Windjammer. Quelle: Frank Molter/dpa
Kiel

Mit der traditionellen Windjammerparade hat die Kieler Woche am Sonnabend ihren maritimen Höhepunkt erlebt. Strände und kleine Zugänge zum Wasser waren ebenso voll mit Zuschauern wie Seebrücken. Die Stadt sprach von 130 000 Schaulustigen.

„Mir“ fuhr vorneweg

Um 10.57 Uhr hatte Paradedirektor Martin Finnberg vom russischen Segelschulschiff „Mir“ aus per Funkspruch das Startsignal gegeben – „bei bestem Wetter und gutem Wind“, wie er sagte. Dem Dreimaster folgten mehr als 90 Traditionssegler und historische Motorschiffe – in früheren Jahren waren es auch schon mehr. Hunderte kleine Sportboote begleiteten das Feld. Der leichte Wind kam aus West bis Nordwest mit Stärke drei – für die größeren Schiffe war das fast zu wenig. Dennoch konnte auch die „Mir“ unter vollen Segeln fahren. Der in St. Petersburg beheimatete russische Dreimaster gehört mit 106 Metern Länge zu den weltweit größten Segelschiffen.

Premiere für Paradedirektor

Für den Paradedirektor war es eine Premiere: Der Ältermann der Lotsenbrüderschaft Nord-Ostsee-Kanal II dirigierte zum ersten Mal das Feld. Seinen „Titel“ mag er nicht so sehr. „Das ist ein schreckliches Wort“, sagte der 50-Jährige. „Kommt gleich nach Zirkusdirektor.“ Während der zweistündigen Windjammerparade hatte Finnberg die Aufgabe, die ebenfalls mit Lotsen besetzten folgenden sechs Führungsschiffe zusammenzuhalten. Dabei half auch die Wasserschutzpolizei.

dpa