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Norddeutschland Keine größeren Schäden wegen des Gewitters am Sonnabend
Nachrichten Norddeutschland Keine größeren Schäden wegen des Gewitters am Sonnabend
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10:17 21.07.2019
Die Feuerwehr entfernt einen Ast, der den Sternenring in Lübeck blockiert. Quelle: Holger Kröger
Lübeck/Kiel/Hamburg

Das Gewitter am Sonnabend fiel in Schleswig-Holstein nicht so schwer aus wie befürchtet. Auf LN Online waren Sie mit einem LIVE-Ticker immer über die aktuelle Warnlage informiert.

In Lübeck blockierte ein großer Ast den Sternenring im Stadtteil St. Jürgen. Bei der Travemünder Woche wurde die Segel-Bundesliga wegen des Wetters unterbrochen. Beim Landprogramm wurden die Besucher per Lautsprecherdurchsage gebeten, sich in die Zelte zu begeben, während das Areal sturmfest gemacht wurde. Nach einigen Blitzen, viel Wind und einem Regenguss konnte aber normal weitergefeiert werden.

Mehrere Personen in Seenot

Bei Scharbeutz trieben zwei Kinder beim Schwimmen auf der Ostsee ab. Als zwei Erwachsene sie retten wollten, gerieten sie selber in Seenot. Die DLRG holte alle vier gesund aus dem Wasser.

Vor Neustadt trieben zudem zwei Surfer ab. Verletzt wurde aber niemand.

Blitzeinschlag löst Feuer in Neumünster aus

Auch in Kiel und Umgebung berichten Feuerwehr und Polizei nur von wenigen Einsätzen. Die Polizei rückte zu sechs Einsätzen aus, hauptsächlich, um umgefallene Schilder und Warnbarken wieder aufzurichten.

Die Feuerwehr entfernte einen großen Ast, der den Meimersdorfer Weg blockierte. Außerdem wurde sie zu einem verstopften Gully gerufen und entfernte Äste auf Straßen in Hohwacht und Loose.

Wegen des Gewitters stand das Strander Promenadenfest kurz auf der Kippe. Doch nach Sturzregen und einer Pause kam schnell die Feierstimmung wieder auf.

In Neumünster schlug in einem Wohnhaus der Blitz ein. Die Feuerwehr konnten den Brand im Dachstuhl aber rasch löschen.

Klicken Sie hier, um weitere Fotos von Feuerwehreinsätzen wegen des Gewitters am Sonnabend zu sehen.

Sand sorgt für schlechte Sicht auf Autobahn

Die Feuerwehr Hamburg rückte bis 21 Uhr zu 58 Einsätzen aus. Im Bereich Schnelsen sei eine Straße kurzzeitig wegen Überflutung gesperrt worden, sagte ein Sprecher. In einem Haus schlug der Blitz ein, es entstand demnach aber kein Feuer.

Die Regionalleitstelle der Feuerwehr in Elmshorn zählte 41 Einsätze, darunter drei Wasserrettungen auf der Elbe. Dort war unter anderem ein Kanu nahe der Haseldorfer Marsch gekentert. Bei den meisten Einsätzen der Feuerwehren mussten Bäume und Äste von Straßen geräumt werden.

An der A1 bei Ahrensburg wirbelten Sturmböen Sand auf, der die Sicht beeinträchtigte, wie ein Sprecher des Lagezentrums der Polizei in Kiel sagte.

Über Schleswig-Holstein gingen rund 3500 Blitze runter, wie eine LN-Auswertung der Seite lightningmaps.org ergibt. Am meisten Blitze ereigneten sich demnach über der Nordsee und der Westküste von Schleswig-Holstein.

Am zweiten Tag der Travemünder Woche zog eine Regen-und Windfront über die Veranstaltung. Drohnenbilder zeigen, wie sich das Unwetter über der Trave zusammenbraute.
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RND/kha/dpa

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