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Norddeutschland Flaute für Existenzgründer? Beweisen Sie das Gegenteil!
Nachrichten Norddeutschland Flaute für Existenzgründer? Beweisen Sie das Gegenteil!
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20:34 23.12.2018
Lars Fetköter, leitender Redakteur der Lübecker Nachrichten, kommentiert die Lage für Existenzgründer. Quelle: Foto: Olaf Malzahn
Lübeck

Die Zahl der Jobs in Schleswig-Holstein ist hoch wie nie: erstmals über eine Million Jobs. Die Zahl der Arbeitslosen geht weiter zurück, die Quote im Norden, die in den letzten 30 Jahren fast immer über sieben und häufig über zehn Prozent lag, liegt bei 5,0 Prozent. Das sind gute Nachrichten. Noch niemals haben so viele Menschen in Schleswig-Holstein unbeschwert von Sorgen um ihren Arbeitsplatz Weihnachten feiern können.

So erfreulich sich der Jobmarkt für Arbeitnehmer entwickelt, der Boom hat auch seine Schattenseiten. Wer einen Handwerker sucht, muss mit Absagen rechnen oder lange auf einen Termin warten, weil den Betrieben die Leute fehlen. Wer als Firmenchef Fachkräfte einstellen will, muss sich etwas einfallen lassen und attraktive Bedingungen bieten, um jemanden zu finden und Bestand und Wachstum des Unternehmens zu sichern.

Zudem sinkt mit der Zahl der Arbeitslosen in der Regel noch eine andere, für die wirtschaftliche Zukunft des Landes wichtige Größe: die Zahl der Existenzgründer. Wenn die Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes hoch ist, schwindet die Neigung, das Wagnis einer Firmengründung einzugehen. Das Wachstum von heute gefährdet also Innovation und damit das Wachstum von morgen.

Begraben Sie nicht Ihren Traum, spinnen Sie Ihre Geschäftsidee weiter

Also schlechte Zeiten für Firmengründer? Sie, liebe Leserinnen und Leser, könnten das Gegenteil beweisen. Begraben Sie nicht Ihren Traum, spinnen Sie Ihre Geschäftsidee weiter – und holen Sie sich Rat und Know-how: bei erfahrenen Unternehmerinnen und Unternehmern, bei den Experten der Kammern. Sichern Sie sich Unterstützung bei Banken und Sparkassen, bei den Fördertöpfen der Landesregierung – oder bei uns: Die Lübecker Nachrichten loben seit 2011 jährlich Preise aus, um den Mut zur Gründung der eigenen Firma zu fördern.

Dahinter stehen Unternehmer wie Gregor Wintersteller, die sich nicht nur um das Wohl ihres eigenen Betriebes kümmern, sondern anderen Starthilfe geben wollen. Der Juwelier kam vor neun Jahren auf die LN-Redaktion zu und suchte nach einem Weg, jungen Gründern beim Sprung in die Selbstständigkeit unter die Arme zu greifen. Mit einigem Erfolg: Weit über 400 Start-ups haben sich bisher beworben, Dutzende präsentierten ihre Ideen bei der Preisverleihung, viele von ihnen haben seitdem ihre Geschäftsidee weiterentwickelt, sich am Markt behauptet, neue Jobs geschaffen.

Wer hätte den Existenzgründerpreis verdient? Geben Sie uns Bescheid!

Sind Sie auch drauf und dran, Ihren Traum von der eigenen Firma zu verwirklichen? Kennen Sie jemanden, der einen solchen Preis verdient hätte? Geben Sie uns Bescheid! Vielleicht sehen wir uns am 8. Mai, wenn der LN-Existenzgründerpreis 2019 verliehen wird. Ob Gewinner oder nicht: Alle, die das Wagnis eingehen, ein Unternehmen zu gründen, tragen dazu bei, Schleswig-Holsteins Wirtschaft flottzumachen – und die Jobs der Zukunft zu sichern.

Lars Fetköter