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Norddeutschland So wenig Straftaten wie vor 40 Jahren im Norden
Nachrichten Norddeutschland So wenig Straftaten wie vor 40 Jahren im Norden
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18:56 14.03.2019
Die Polizei kann Erfolge in der Verbrechensbekämpfung melden. Quelle: Patrick Seeger/dpa
Kiel

Niedrigster Stand seit fast 40 Jahren: Die Zahl der Straftaten in Schleswig-Holstein sank 2018 erneut. Die Aufklärungsquote der Polizei stieg dagegen an. Sorgen bereiten den Ermittlern aber einige Problemfelder.

Die wenigsten Straftaten seit 40 Jahren

Die Polizei hat in Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr so wenige Straftaten registriert wie seit fast 40 Jahren nicht mehr. Insgesamt wurden der Polizei 186 894 Fälle gemeldet, wie Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik für 2018 am Donnerstag sagte. Das waren 2085 Delikte oder 1,1 Prozent weniger als 2017. Gestiegen ist im Vorjahresvergleich die Aufklärungsquote von 53,9 Prozent auf 54,5 Prozent im vergangenen Jahr.

Immer weniger Diebstähle

Sank die Zahl aller registrierten Straftaten auf den niedrigsten Stand seit 1979, lag die Zahl der Diebstähle im vergangenen Jahr mit rund 74 000 Taten sogar auf dem niedrigsten Stadt seit 1969. „1993 waren noch fast 100 000 Diebstahlsdelikte mehr registriert worden“, sagte Grote. Rückgänge habe es auch bei Einbrüchen um 9,5 Prozent auf 4891 Fälle gegeben. „Das entspricht damit dem Stand von 2002.“

Zahl der Morde hat zugenommen

Rückläufig waren auch Raub (minus 9,9 Prozent), Autodiebstahl (15,5) und Leistungskreditbetrug (26,6). Zugänge gab es bei Warenbetrug (15,3), sexueller Belästigung (29,5), Verbreitung pornografischer Schriften (37,2) und Mord (46,7).

Viele Tatverdächtige aus dem Ausland

Polizisten ermittelten 71 169 Tatverdächtige, 1572 weniger als im Vorjahr. Rechnet man ausländerrechtliche Delikte ab, betrug der Anteil ausländischer Tatverdächtiger 23,7 Prozent. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung beträgt aber nur 8,8 Prozent.

Bei 9,1 Prozent der ermittelten Tatverdächtigen handelte es sich um Zuwanderer. „Sie sind zu fast 90 Prozent männlich und zu zwei Drittel unter 30 Jahre alt“, sagte der Leitende Kriminaldirektor Peter Fritzsche. Am häufigsten werden ihnen Rohheitsdelikte und Diebstähle vorgeworfen.

LN

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