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Norddeutschland LN-Leser empfehlen: Hier gibt es die beste Currywurst
Nachrichten Norddeutschland LN-Leser empfehlen: Hier gibt es die beste Currywurst
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15:17 06.09.2019
Bei vielen Lesern beliebt: die riesige Currywurst bei Waltraud Ellerhold (69) von Lemmy’s Bier-Pub in der Lübecker Altstadt. Quelle: Wolfgang Maxwitat
Lübeck

Michaelas kleine Kantine, Lübeck-Schlutup:Sie ist gleich bei mehreren Lesern der Hit. Bei Michaela Hartemann (32) soll es die Currywurst „besonders knackig“ und dazu in „perfektem Ambiente“ geben. Leserin Vivian W. schreibt: „Der Laden ist wirklich sehr weiterzuempfehlen. Die Wurst ist kross und gleichzeitig sanft. Die Soße hat eine leicht fruchtige Note und ist perfekt in Würze und Schärfe. Genau die richtige Mischung aus allem!“

Wirtin Hartemann betreibt ihre kleine Kantine seit anderthalb Jahren. Die klassische Currywurst (3,30 Euro) ist bei ihr „der Renner“. Neben Schnitzel und Mittagsgericht. Ihre Currywurst schmecke durch die eigens verfeinerte Soße so gut, sie sei das Wichtigste. Fruchtig und leicht würzig sollte sie sein. Das Rezept bleibt aber ihr Geheimnis.

Am liebsten essen ihre Kunden die knackige Currywurst mit Pommes, aber auch mit Bratkartoffeln und Brot. Ihre Stammkunden kommen meist täglich, oft nehmen sie noch was für zu Hause mit. Stammkunde Dieter Walter (80) sagt: „Mein Enkel isst nur die Currywurst von Michaela. Das Mitgebrachte ist auch noch abends frisch, das ist einfach gute Qualität. Nicht so trocken wie bei anderen.“ Zu Michaela kommen die Leute aber auch, um sich zu unterhalten. Das kleine rote Häuschen ist perfekt, um sich etwas zu essen zu holen und ins Gespräch zu kommen.

Michaela spricht gerne mit den Kunden: „Das ist auch ein Unterhaltungs-Job.“ Zu ihrer kleinen Kantine ist die gelernte Hotelfachfrau zufällig gekommen:„Ich habe die Anzeige gesehen, dass hier jemand seinen Stand weitergeben will. Ich durfte da zwei Tage mitarbeiten – und dann lief das.“

Köstlichkeiten vom Grill zwischen Lübeck und Bad Segeberg

Grill-Stand in Neustadt vor dem Expert-Markt: Die Empfehlung kommt von LN-Leser Roland Heinicke. Er schreibt: „Die beste Currywurst gibt es dort. Vor allem, wenn sie mit einer Krakauer Bratwurst hergestellt wird.“ Der Stand steht dort seit acht Jahren, es riecht nach Holzkohle und Currywurst.

Jutta Teilken (52) steht hinter einem runden Gitterrost, der über der Holzkohleglut hängt. Hier gibt es die Currywurst (3,50 Euro) geschnitten, die Wurst sei qualitativ besonders hochwertig. Auch, dass die Würste über guter Holzkohle gegrillt werden, schmecke man. „Die selbst gemachte Soße köchelt auf dem Grill und bleibt somit warm“, sagt Jutta Teilken.

Auch hier ist das Zusammenspiel von Soße und Wurst besonders wichtig. Beliebt ist die Krakauer als Currywurst, aber auch die Bratwurst nach Thüringer Art wird mit der Currysoße verkauft. Eine Besonderheit: „Hier ist ganz klar pommesfreie Zone“, sagt Jutta Teilken. Stattdessen genießen ihre Gäste die Wurst mit Kartoffelsalat oder Weißbrot.

Am kritischsten sein die Berliner Gäste. „Die kennen die Currywurst anders, die Berliner Currywurst ist meistens mit Brühwurst, ohne Pelle.“ Am meisten Ansturm gebe es im Sommer oder im Frühjahr, wenn die Camping-Saison anfängt. „Da wollen sie dann erstmal was Richtiges, wie von Omi.“ Die Kunden kämen, weil es so lecker und nett sei. „Wir leben von der Mundpropaganda“, so Jutta Teilken.

Sie hat die Currywürste probiert: LN-Reporterin Anna Stöcklin (17) mit Ralf Bach (53) vor dem Obi-Markt in Bad Segeberg. Quelle: Wolfgang Maxwitat

Am Obi-Markt, Bad Segeberg: Hier gibt es Currywurst mit Senfkörnern in der Soße. Das kommt bei Leser Jörg Weidlich gut an: „ Die Soße ist einmalig, selbstgemacht und enthält als Alleinstellungsmerkmal Senfkörner! Sehr lecker.“ Für ihn gibt es hier die beste Currywurst. Ralf Bach (53) schneidet die Currywürste per Hand, „Mit Liebe!“ Auch hier ist die Currywurst mit großem Abstand Verkaufsschlager. Die Kunden kommen immer wieder, wegen der Soße. Aber auch weil man sich kennt: „Wir sind alle gut drauf hier. Und die Currysoße mit den Senfkörnern, das ist mal was anderes, das hat was!“, sagt Johann Biehl (27). Hier gibt es neben der normalen Currywurst aus Schwein auch Wurst aus Rind. „Die essen die Gäste gerne als Currywurst.“ Am vollsten ist das Zelt mittags und abends, wenn die Stammgäste zum Essen kommen.

Badestelle, Bad Segeberg, am See:Solveig Brendemühl schrieb an die LN: „Die beste Currywurst gibt es am See. Das Beste ist die Soße. Dazu kommt der Ausblick auf den See und die Möglichkeit zu einem schönen Spaziergang.“ Die Wurst wird vom gelernten Koch Henrik Grandt (33) gebraten. Das Geheimnis seiner Currywurst sei nicht nur das besonders schöne Ambiente am See, sondern die komplett selbstgemachte Soße, deren Rezept er selbst wochenlang erarbeitet und über Jahre verfeinert hat: „Die Leute sagen ja, dass es schmeckt.“

Das Rezept verrät er natürlich nicht, dafür aber welches Curry-Pulver er benutzt: „Indisches Madras-Curry, das ist ein bisschen sanfter als andere Sorten.“ Die 160-Gramm-Curry-Bockwurst komme bei ihm aus Kaltenkirchen.

An der Badestelle gibt es das ganze Jahr über Currywurst (3,90 Euro). „An einem guten Tag gehen bei uns bestimmt 80 Currywürste über die Theke“, sagt Grandt. Das sei aber wetterabhängig. Bei Hochzeitsgesellschaften am See ist die Currywurst als Mitternachts-Snack anstelle von Gulaschsuppe beliebt.

Lemmys Bierpub, Lübecker Altstadt: Die meisten Leser-Zuschriften gab es zur Currywurst von Waltraud Ellerhold (69). „Die Soße ist ein Gedicht –und von der Größe der Wurst ganz zu schweigen. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt absolut“, schreibt Karsten Rolf. Die Riesen-Currywurst für 4,50 Euro sei laut Leser Max Kühl „einfach geil und gehört auf das Siegerpodest!“

Auch sei die Currywurst mit „viel Liebe zubereitet und toller Deko angerichtet“, schreibt Kirsten Stöver. Ein Riesenpluspunkt für Leser Boris Stöver: „Man kann den geschmacklichen Volltreffer auch spät in der Nacht genießen.“ Die „Kultwirtin“ finde „immer ein offenes Ohr für jung und alt, arm und reich.“ Die 40 Zentimeter lange Currywurst könne sich sehen lassen, ein echter Geheimtipp für die Lübecker Wurstliebhaber.

Laut Waltraud Ellerhold ist die Wurst, die mit etwas Gemüse gereicht wird, seit 1977 der Renner – unter dem Motto „Futtern wie bei Muttern“.

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Von Anna Stöcklin

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