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Norddeutschland LN-Umfrage: Würden Sie mehr Geld für Fleisch bezahlen?
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LN-Umfrage: Würden Sie mehr Geld für Fleisch bezahlen?

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19:28 21.06.2020
Schweinefleisch und Rindfleisch liegen in einer Fleischtheke in einem Supermarkt. Unter dem Druck erneuter großer Corona-Ausbrüche in der Schlachtindustrie kommt jetzt aber Bewegung in das Ringen um bessere Bedingungen - auch in den Ställen und gegen einen Dauer-Preiskampf im Supermarkt. Quelle: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
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Lübeck

Nachdem sich weit über 1000 Mitarbeiter einer Fabrik des Fleischkonzerns Tönnies mit dem Coronavirus infiziert haben, werden parteiübergreifend Forderungen nach höheren Fleischpreisen lauter. „Fleisch ist zu billig“, sagt Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU). Sie setzt sich daher nun auch für eine Tierwohlabgabe ein, die auf Fleisch, Wurst und anderes aufgeschlagen werden könnte.

Eine solche Abgabe auf tierische Produkte könnte nach Vorstellungen einer Expertenkommission als Verbrauchsteuer umgesetzt werden. Denkbar wären demnach Aufschläge von 40 Cent pro Kilogramm Fleisch und Wurst oder 2 Cent pro Kilo für Milch und Frischmilchprodukte. Das sollte für Menschen mit niedrigen Einkommen aber sozial flankiert werden.

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Kritik von den Vebraucherzentralen

Die Verbraucherzentralen überzeugt das nicht. „Ein höherer Preis durch eine neue Fleischsteuer oder Tierwohlabgabe garantiert leider keine bessere Qualität, kein höheres Tierwohl oder Arbeitssicherheit in Schlachtereien“, sagte der Chef des Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, der „Rheinischen Post“. Nötig seien bessere Standards und Kontrollen sowie Informationen auf der Packung, um Qualität erkennen zu können.

FDP-Fraktionsvize Frank Sitta sagte, dass Corona-Ausbrüche in Schlachthöfen zum Anlass genommen werden sollten, Fleischpreise staatlich zu erhöhen, sei reine Effekthascherei. „Das Geld wird bei keinem Schwein ankommen.“ Statt emotionalisierte Debatten unsachlich zu befeuern, müssten Stallumbauten bürokratisch erleichtert werden.

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Von RND/kha

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