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Norddeutschland Landesbischof Ulrich verteidigt Kirchenasyl
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18:10 28.01.2017
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Kiel

Kiel. In der Abschiebe-Debatte hat der Landesbischof der Nordkirche, Gerhard Ulrich, die Humanität und Rechtmäßigkeit des Kirchenasyls unterstrichen. In einem Rechtsverfahren müsse der einzelne Mensch mit seiner Geschichte im Blick sein. Nicht zufällig stehe in der Verfassung die Unantastbarkeit der Würde eines jeden Menschen obenan. „Das Kirchenasyl eröffnet einen Zeitraum, in dem es möglich ist, dem nachzugehen, die Argumente zu prüfen und dem Menschen, um den es geht, gerecht zu werden“, betonte Ulrich. „Das entspricht genau dem, was unser Rechtssystem will.“

In Schleswig-Holstein gewähren die Kirchen zurzeit 64 Menschen Kirchenasyl. In Gemeinden der evangelisch-lutherischen Nordkirche sind nach eigenen Angaben 40 Erwachsene und 16 Kinder untergekommen; acht Menschen betreut laut des für Schleswig-Holstein zuständigen Erzbistums Hamburg die katholische Kirche. Mit dem Kirchenasyl folgten christliche Gemeinden der alten, biblisch begründeten Tradition, dass Menschen in besonderen Notlagen in Kirchen Schutz finden, erläuterte Landesbischof Ulrich, es bleibe aber ultima ratio, „die Pfarreien und Konvente prüfen das sehr genau“.

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