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Norddeutschland Landesunterkunft Neumünster wird zum „Ankunftszentrum“
Nachrichten Norddeutschland Landesunterkunft Neumünster wird zum „Ankunftszentrum“
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11:15 13.06.2019
Hans-Joachim Grote (CDU, l), Innenminister von Schleswig-Holstein, und Horst Seehofer (CSU), Bundesminister für Inneres, Heimat und Bau. Quelle: Frank Molter/dpa
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Kiel

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) unterzeichneten am Donnerstag am Rande der Innenministerkonferenz eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung. Schleswig-Holstein spare durch die Regelungen künftig etwa 1,5 Million Euro pro Jahr, sagte Grote.

Schleswig-Holstein wird damit nach Einrichtungen in Bayern, Sachsen, dem Saarland und Mecklenburg-Vorpommern das fünfte Bundesland, das ein „Ankerzentrum“ oder eine vergleichbare Einrichtung betreibt, wo sich mehrere Behörden unter einem Dach um das Asylverfahren und Integrationsangebote kümmern.

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Seehofer: Funktion ist entscheidend

Seehofer sagte, ihm komme es nicht auf den Begriff des Ankerzentrums an, sondern auf die Funktion. „Wir wollen damit die Asylverfahren sicherer machen und schneller vor allem.“ Ziel sei eine engere Zusammenarbeit von Bund und Ländern. „Wir haben den temporären Kontrollverlust längst überwunden.“ Afghanistan nimmt derzeit pro Flug 50 Personen zurück. „Und das können wir noch ausweiten“, sagte Seehofer. Ein Mitarbeiter des Innenministeriums fliege in wenigen Tagen für Gespräche nach Kabul.

Bei Ankunftszentren ist die Bundespolizei für Abholungen von Menschen zuständig, die abgeschoben werden sollen. Dies betrifft aber nur sogenannte Dublin-Fälle, also Flüchtlinge, die nachweislich zuvor in einem anderen EU-Staat gewesen sind und dort Asylanträge stellen müssen. Der Bund konzipiert und finanziert zudem Sprach- und Orientierungskurse.

dpa

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