Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland Sayn-Wittgenstein tritt als AfD-Landesvorsitzende zurück
Nachrichten Norddeutschland Sayn-Wittgenstein tritt als AfD-Landesvorsitzende zurück
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:18 01.01.2019
Doris von Sayn-Wittgenstein wurde im Dezember 2018 von der AfD-Fraktion ausgeschlossen. Nun erklärte die Politikerin ihren Rückzug von der Parteispitze.
Doris von Sayn-Wittgenstein wurde im Dezember 2018 von der AfD-Fraktion ausgeschlossen. Nun erklärte die Politikerin ihren Rückzug von der Parteispitze. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Anzeige
Kiel

Die AfD-Politikerin Doris von Sayn-Wittgenstein hat am Dienstag Rücktritt vom Landesvorsitz erklärt. „Mit Bedauern stelle ich fest, dass das derzeit in der Öffentlichkeit erzeugte Bild von meiner Person meinen Verbleib im Amt der Landesvorsitzenden der AfD Schleswig-Holstein in der Alternative für Deutschland unmöglich macht, ohne dass Amt und Partei Schaden nehmen“, heißt es in einer persönlichen Erklärung der Politikerin vom Dienstag. Sie habe deswegen bereits am 19. Dezember von diesem Amt Abstand genommen.

Der AfD-Bundesvorstand hatte Mitte Dezember ein Parteiausschlussverfahren gegen von Doris von Sayn-Wittgenstein beschlossen. Die Parteispitze teilte damals mit, „vor dem Hintergrund mutmaßlich strafrechtlich relevanter Vorgänge“ werde sie zudem bis zur Entscheidung des zuständigen Schiedsgerichts von der Ausübung aller Parteiämter ausgeschlossen.

Nach AfD-Fraktionsausschluss: Sayn-Wittgenstein weiter im Landtag

Doris von Sayn-Wittgenstein erklärte am Dienstag: „Im Hinblick auf ein schwebendes Verfahren werde ich keine Erklärungen zu den gegen mich erhobenen Vorwürfen abgeben“.

Die 64-Jährige hatte 2014 für einen rechtsextremistischen Verein Gedächtnissstätte geworben, der mittlerweile auf der sogenannten Unvereinbarkeitsliste der AfD steht. Deshalb wurde Doris von Sayn-Wittgenstein am 4. Dezember 2018 aus der Fraktion in Kiel ausgeschlossen. Sie gehört aber weiter dem Kieler Landtag an. Als fraktionslose Abgeordnete kann sie weiterhin Anträge ins Plenum oder in Ausschüsse einbringen.

Von RND/dpa