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Norddeutschland „Märchenwelten“ in Hamburg: Das solltet ihr zur Eröffnung wissen
Nachrichten Norddeutschland „Märchenwelten“ in Hamburg: Das solltet ihr zur Eröffnung wissen
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15:24 13.09.2019
Ein Mädchen betrachtet eine 360-Grad-Projektion. Mit moderner Technik und personalisierter Besucherführung sollen die Märchen der Gebrüder Grimm in der Ausstellung "Märchenwelten - Es ist einmal", die am Sonnabend eröffnet wird, erlebbar werden. Quelle: Markus Scholz/dpa
Hamburg/Lübeck

Grimms Märchen und die darin vermittelten Werte gehören zu den kostbarsten Schätzen unserer Kulturgeschichte“, sagt Märchenwelten-Chef Matthias Kammermeier. „Sie sind seit mehr als 200 Jahren ein Bestseller und haben nichts von ihrer Magie verloren.“

Wie sieht die Ausstellung aus?Mit Hilfe von Licht-, Sound- und Computertechnologie sollen die Besucher auf 3000 Quadratmetern in die Welt der Gebrüder Grimm eintauchen und „jeder Besucher zum Helden seines eigenen Märchens werden“. Gestaltet wurde die Schau von dem Hamburger Atelier für Szenographie und dem Berliner Unternehmen Tamschick Media & Space, das schon in Museen begehbare Umgebungen geschaffen hat.

Wie läuft ein Besuch ab? Zu Beginn geben die Besucher Name, Alter und Sprache in einen Computer ein und wählen eins von sechs Symbolen aus, denen Eigenschaften wie Stärke, Fleiß, Liebe, Treue, Mut und Weisheit zugeordnet sind. Danach erhalten sie ein persönliches Armband, das sie in Gruppen bis zu 40 Personen durch die Ausstellung führt. Am Anfang erklärt eine Stimme aus dem Off, was passiert ist: Eine böse Hexe bedroht das Märchenland und hat die Bewohner in Raben verwandelt und alle Werte eingeschlossen. Die Besucher sollen nun „das Märchenland vor dem Untergang bewahren“ und die verwunschenen Bewohner von dem bösen Zauber befreien.

Was gibt es noch zu sehen? Am Ende des Rundgangs wartet die „Schatzkammer“ mit zahlreichen Informationen zu Jacob (1785-1863) und Wilhelm Grimm (1786-1858), die 1812 ihren ersten Band der „Kinder- und Hausmärchen“ veröffentlichten. So können die Besucher einen Originalautographen bestaunen oder an einem riesigen Touch-Screen noch mehr Details über Märchen erfahren.

In Hamburg sollen die Geschichten von Gut und Böse in einer interaktiven Ausstellung lebendig werden.

Wie sieht die weitere Planung aus? Voraussichtlich 2023 zieht die Ausstellung vom Baakenhöft zur Kaispitze des Strandkais gegenüber der Elbphilharmonie um. Bis dahin sollen die „Märchenwelten“ auf Basis des Feedbacks der Besucher weiterentwickelt werden – eventuell kommen dann auch neue Aufgaben hinzu, die die Besucher lösen müssen.

Wie hoch sind Eintrittspreise?Erwachsene zahlen 20 Euro, Studenten und Azubis 18 Euro und Kinder unter 18 Jahren 15 Euro. Der Besuch der Märchenwelten ist für Kinder ab 6 Jahren möglich. 3 Euro pro Person werden als Pfand für ein RFID-Armband fällig, das die Besucher individuell durch die Anlage führt. Tickets gibt es an der Tageskasse.

Das wird in der Hafencity noch gebaut

Am Kopfende des Baakenhafens haben nach Angaben der Hafencity-Geschäftsführung die Bauarbeiten für den Amerigo-Vespucci-Platz begonnen. Die Grundstücksentwicklung soll bereits gestartet sein und Bauherren akquiriert worden sein. Architekturwettbewerbe laufen. Ab 2021 soll am östlichen Quartiersende der gut 240 Meter hohe Elbtower entstehen. Die endgültige Fertiggestellung der Hafencity ist für den Zeitraum 2025 bis 2030 vorgesehen. Erster Spatenstich für das Gesamtprojekt war im Jahr 2001. Rund 3000 Wohnungen sind fertiggestellt, mehr als 730 Unternehmen haben sich inzwischen vor Ort angesiedelt.

Wann ist die Ausstellung geöffnet? Die „Märchenwelten“ sind 363 Tage im Jahr von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Nur Neujahr und Heilig Abend ist die Ausstellung geschlossen. Die „Märchenwelten“ arbeiten mit einem Time-Slot-Ticketing. Das heißt es werden immer etwa 40 Personen gleichzeitig durch die Ausstellung geführt. Daher wird empfohlen, sich das Ticket im Vorfeld online über den Ticketshop der Ausstellung zu kaufen. Dort kann eine Wunschzeit für den Besuch ausgewählt werden und man muss sich nicht in der Warteschlange anstellen. Start des letzten Slots ist um 18 Uhr.

Wo kann ich parken? Wer mit dem Auto über die A 1 zur Grandeswerderstraße 5/Baakenhafenbrücke anreisen möchte, findet Parkmöglichkeiten in der Contipark-Tiefgarage Überseequartier (Überseeallee 3, 20457 Hamburg) in rund 950 Metern Entfernung (2,50 Euro pro Stunde Parkgebühr). Ansonsten befindet sich in 200 Metern Entfernung die Haltestelle HafenCity Universität. Die U4 fährt unter anderem vom Hauptbahnhof innerhalb weniger Minuten an.

Von Jan Wulf

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