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Norddeutschland Mehr Geld für die Feuerwehr
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22:10 03.05.2013
Von Jan Wulf
Lübeck

Nun also doch: Die Feuerwehr in Schleswig-Holstein profitiert künftig vom Glücksspiel im Norden. Fünf Prozent der Einnahmen aus den umstrittenen Online-Casinos gehen in Zukunft an den Landesfeuerwehrverband, der die Einnahmen dazu nutzen will, neue Mitglieder zu rekrutieren. Möglich wird der Zuschuss durch einen Änderungsantrag der Regierungskoalition aus SPD, Grünen und SSW zum Glücksspielgesetz. Der Landtag muss dem Antrag noch zustimmen — dies gilt allerdings als sicher. Die Initiative ging einst von der FDP-Fraktion aus.

Innenminister Andreas Breitner (SPD) begrüßte die Pläne, schließlich würden in den nächsten zehn Jahren zwischen 30 und 40 Prozent der Einsatzkräfte aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Allerdings warnte Breitner auch: „Diese Abgabe ist eine notwendige und wichtige Hilfe, sie ist aber nicht der Topf, aus dem Milch und Honig an die Feuerwehren fließen.“ Niemand könne schließlich verbindlich sagen, wie hoch die Einnahmen aus den Glücksspielerträgen 2013 und 2014 sein werden. Experten rechnen aber mit rund einer Million Euro. „Auch wenn die Mittel nur für zwei Jahre begrenzt sind, so ist dieses doch ein deutlicher Anfang und für unsere Arbeit eine sehr große Hilfe", sagte Landesbrandmeister Detlef Radtke.

Weitere fünf Prozent der Einnahmen sollen laut Antrag zur Aufstockung des Kapitals dienen, das die Kulturstiftung für die Friesenstiftung verwaltet. Federführend war der SSW. „Das ist eine große Chance, nachhaltig etwas für die Minderheiten zu tun — die wollten wir nutzen“, betonte der SSW-Landtagsabgeordnete Lars Harms.

Ein Drittel der Glücksspiel-Einnahmen geht bereits jetzt an den Landessportbund sowie jeweils fünf Prozent in die Suchtprävention und Schuldnerberatung.

jwu

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