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Norddeutschland SPD und SSW wollen die politische Bildung stärken
Nachrichten Norddeutschland SPD und SSW wollen die politische Bildung stärken
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17:43 08.11.2019
Mehr Politik in der Schule? SPD und SSW im Landtag fordern jetzt eine deutliche Stärkung des WiPo-Unterrichts an Gemeinschaftsschulen und Gymnasien ein. Quelle: Daniel Karmann/dpa
Kiel

Das zu Ende gehende „Jahr der politischen Bildung“, von CDU-Schulministerin Karin Prien ausgerufen, war ein Flop. Zu diesem Urteil kommen SPD- und SSW-Opposition im Kieler Landtag. Sie fordern jetzt konkrete Maßnahmen von der Jamaika-Regierung ein. Eine erste müsste sein, den Wirtschaft- und Politikunterricht in den Schulen zu stärken, sagen deren Bildungspolitiker Martin Habersaat (SPD) und Jette Waldinger-Thiering (SSW).

SPD und SSW: Oberstufenreform darf WiPo nicht schwächen

Mindestens sechs Wochen-Stunden WiPo müssten in den Klassen 8, 9 und 10 der Gemeinschaftsschulen und Gymnasien verbindliche festgeschrieben werden, fordern die beiden Politiker jetzt in einem Antrag an den Landtag. Es dürfe nicht sein, dass die Schüler in vielen Schulen im Land keinen WiPo-Unterricht bekommen oder erst und einzig in Klasse 11. Stattdessen plane Prien derzeit sogar eine Oberstufenreform, die dazu führe, dass die Unterrichtsstunden für WiPo sogar noch gekürzt werden würden.

Zudem soll WiPo zum Mangelfach erklärt werden, damit WiPo-Studenten in jedem Fall auch Referendariatsplätze dafür bekommen. Der CDU-Bildungspolitiker Tobias von der Heide hält das für einen falschen Ansatz. Politische Bildung finde auch in vielen anderen Fächern statt. So mache es zum Beispiel Sinn, das Thema Klima im Geografie-Unterricht zu behandeln. Man wolle jetzt verstärkt analysieren, wo und wie solche Möglichkeiten genutzt werden können. Es dauere aber seine Zeit, die Fachanforderungen durchs Ministerium entsprechend zu ändern.

Gelingt politische Bildung auch in anderen Fächern?

Politische Bildung sei ein Querschnittsthema und dürfe nicht auf WiPo reduziert werden, sagt auch die Grüne Ines Strehlau. Dass das Jahr der politischen Bildung ein Flop gewesen sei, weist von der Heide zurück. Zum Beispiel sei das Projekt „Dialog P“ gut angekommen, bei dem Landtagsabgeordnete in den Schulen mit Schülern diskutiert hätten. Das solle auch fortgeführt werden. Das sei schön und gut, sagen SPD und SSW – aber es reiche nicht. Gerade das eigenständige Fach sei ein Garant für den Erhalt einer demokratischen Gesellschaft.

Von Wolfram Hammer

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