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Mehr illegale Müllentsorgung in Schleswig-Holstein

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10:03 15.06.2020
Schleswig-Holstein, Hammoor: Eine illegal in einem Waldstück abgestellte Kloschüssel ist zu sehen. In einigen Regionen Schleswig-Holsteins haben die Menschen während der Corona-Krise mehr Müll illegal entsorgt. Quelle: Markus Scholz/dpa/Archivbild
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Kiel

Geschlossene Recyclinghöfe, mehr Zeit zu Hause oder im Garten - die Corona-Krise hat sich in einigen Regionen Schleswig-Holsteins auch auf die Müllentsorgung ausgewirkt. Kreise und Städte berichten von mehr wilden Müllablagerungen oder von einer Zunahme an Rest- und Biomüll in den Tonnen.

Demnach stellten die Kreise Schleswig-Flensburg, Segeberg, Steinburg, Rendsburg-Eckernförde und geringfügig auch Dithmarschen eine Zunahme illegaler Müllentsorgung seit Mitte März oder danach fest. Im Kreis Segeberg sei vor allem mehr Sperrmüll illegal entsorgt worden. "2020 war jede zweite illegale Ablagerung Sperrmüll, 2019 nur jede vierte", hieß es.

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Die Kreise gehen teilweise von einem Zusammenhang mit der zwischenzeitlichen Schließung von Recyclinghöfen aus. So habe es etwa im Kreis Steinburg vor allem in der Nähe von Wertstoffhöfen wilde Müllablagerungen gegeben.

Menschen verbringen mehr Zeit zu Hause

Doch auch beim regulär entsorgten Müll zeigen sich Veränderungen: In Flensburg sei das tägliche Restmüllaufkommen während der vergangenen drei Monate um bis zu zehn Tonnen gestiegen. "Das liegt unserer Einschätzung nach daran, dass die Einwohnerinnen und Einwohner mehr Zeit zu Hause verbracht haben", hieß es.

Ebenso hätten die Gartenabfälle zugenommen. Auch die Abfallwirtschaft Dithmarschen führt erhöhte Rest- und Biomüllaufkommen darauf zurück, dass die Menschen mehr zu Hause waren und Gartenarbeit und Renovierungen in Angriff genommen oder den Keller aufgeräumt hätten. Im März seien 100 Tonnen mehr Sperrmüll als im Vorjahr eingesammelt worden.

Der Kreis Plön berichtete in einer Mitteilung sogar von einem "unvergleichbaren Anstieg der Bioabfallmengen" im April um mehr als 30 Prozent.

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Von RND/dpa