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Norddeutschland Ministerin sagt jüdischen Gemeinden in Schleswig-Holstein Unterstützung zu
Nachrichten Norddeutschland Ministerin sagt jüdischen Gemeinden in Schleswig-Holstein Unterstützung zu
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12:58 10.10.2019
Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) will sich zeitnah mit den jüdischen Gemeinden im Land treffen. Quelle: dpa
Lübeck/Kiel

„Mit Schrecken und Entsetzen habe ich gestern aus dem Ausland die Nachrichten verfolgt“, schrieb Prien nach dem Anschlag in Hallein einem Brief an Walter Blender vom Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Schleswig-Holstein und Igor Wolodarsky von der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein.

Synagogen erhalten hohen Schutz

Noch gestern Nachmittag habe Prien sich beim Innenministerium informiert, wie die Sicherheitslage der Synagogen in Schleswig-Holstein bewertet wird. „Die jüdischen Einrichtungen im Norden bekommen hohen Schutz und unsere Polizeibehörden sind sehr aufmerksam“, so Prien. Sicherheit sei aber nicht nur eine objektiv messbare Größe. „Sicherheit bedeutet auch, dass wir in Schleswig-Holstein zusammenstehen. Dass wir zeigen, dass jüdisches Leben unser Leben ist. Dass das Judentum zu unserem Land gehört wie Wellen, Wind und Deich. Sicherheit für Jüdinnen und Juden in Schleswig-Holstein muss auch eine Gewissheit sein, dass jüdisches Leben nie wieder alleingelassen wird.“

Treffen mit Gemeinden geplant

Kultusministerin Prien will sich kurzfristig mit den Vertretern der jüdischen Gemeinden treffen, um über die Verbesserung der Maßnahmen gegen Antisemitismus, über gesellschaftlichen Zusammenhalt und Prävention gegen Rechtsextremismus schon in der Schule zu beraten.

Land will Rechtsextreme im Internet aufspüren

Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) hatte unterdessen angekündigt, im Kampf gegen Rechtsextremismus verstärkt auf ein neues Experten-Team seines Verfassungsschutz zu setzen.

Von Jan Wulf

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