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Norddeutschland Monika Heinold führt Grüne in Landtagswahl
Nachrichten Norddeutschland Monika Heinold führt Grüne in Landtagswahl
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20:10 28.01.2017
Freude bei Monika Heinold: Sie bekam auf dem Parteitag keine einzige Gegenstimme. Quelle: Foto: Rehder/dpa
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Neumünster

Neumünster. Finanzministerin Monika Heinold ist die Spitzenkandidatin der Grünen für die Landtagswahl in Schleswig-Holstein am 7.

Mai. Der Landesparteitag wählte die 58-Jährige am Sonnabend in Neumünster ohne Gegenstimme auf Listenplatz eins – zum dritten Mal in Folge. Sie erhielt 120 Stimmen bei nur zwei Enthaltungen.

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„Die Küstenkoalition ist ein Erfolgsmodell“, sagte Heinold über das Bündnis mit SPD und SSW. Dem Land gehe es spürbar besser als vor fünf Jahren. Als Beispiele nannte sie die Finanzen, die Infrastruktur und die innere Sicherheit. Ziel im Landtagswahlkampf sei ein „starkes zweistelliges Ergebnis“. Laut Landeschef Arfst Wagner kämpfen die Grünen für eine Fortsetzung der Küstenkoalition. „Aber wir wollen unsere eigenständige Politik bewahren.“ 

In einer Kampfabstimmung um Listenplatz zwei setzte sich der Landtagsabgeordnete Bernd Voß klar gegen Fraktionsvize Rasmus Andresen durch. Für den 62 Jahre alten Landwirt stimmten 87 Mitglieder, Andresen kam auf 37 Stimmen. Voß betonte in seiner Bewerbungsrede: „Ich weiß wie der Mist von Kühen riecht, aber mir stinken schlechte Gesetze.“ Er wolle sich weiterhin für eine Energie- und auch eine Agrarwende einsetzen. In den kommenden fünf Jahren gelte es, die eingeleitete Energiewende „unumkehrbar zu machen“. Fraktionschefin Eka von Kalben erreichte mit 106 Stimmen bei je sieben Nein-Stimmen und Enthaltungen Listenplatz drei. Den 30-jährigen Andresen wählten die Grünen mit 87 Ja-Stimmen bei 24 Gegenstimmen und 10 Enthaltungen auf Platz vier. Er warnte, „ein Einzug der AfD würde auch in Schleswig-Holstein unsere Demokratie vergiften“.

Gerangel gab es um den für Frauen reservierten Listenplatz fünf. Die Sozialpolitikerin Marret Bohn setzte sich in einer Stichwahl (65 Stimmen) gegen Landtags-Vizepräsidentin Marlies Fritzen (52) durch. Um diesen Platz hatte sich vergeblich auch Landeschefin Ruth Kastner beworben. Sie landete hinter Bohn und Fritzen im ersten Wahlgang aber abgeschlagen auf dem dritten Platz und trat für keinen weiteren Platz an.

Der Justizpolitiker Burkhard Peters hatte bei seiner Wahl auf Listenplatz sechs keinen Gegenkandidaten. Gleich fünf Grüne traten für den ebenfalls als sicher geltenden Platz sieben an. Das Rennen machte dort letztlich in einer Stichwahl Fritzen gegen Landesvorstandsmitglied Aminata Touré.

Umweltminister Robert Habeck kandidiert nicht für den Landtag, will bei Fortsetzung der Koalition aber weiter Minister im Kabinett von Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sein. Er war bei der Bundes-Urwahl seiner Partei nur knapp an Parteichef Cem Özdemir gescheitert. Die Basis empfing Habeck mit stehenden Ovationen. Landeschef Wagner sagte in seine Richtung: „Wer Dich als Minister behalten will, für den heißt das bei der Wahl Zweitstimme Grün.“ Derzeit sind die Grünen mit zehn Abgeordneten im Parlament vertreten. 2012 hatten sie bei der Landtagswahl 13,2 Prozent erhalten. In einer Umfrage lagen sie Ende 2016 bei 15 Prozent.

LN

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