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Norddeutschland Montag: Warnstreik an UKSH und Hochschulen in Lübeck
Nachrichten Norddeutschland Montag: Warnstreik an UKSH und Hochschulen in Lübeck
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18:37 22.02.2019
Bereits am vergangenen Dienstag gingen etwa 550 Beschäftigte in Lübeck für mehr Geld auf die Straße. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
Lübeck/Kiel

„Die Tatsache, dass die Arbeitgeber trotz zwei Verhandlungsrunden immer noch kein Angebot vorgelegt haben, zwingt uns dazu, vor der am 28. Februar in Potsdam anstehenden dritten Verhandlungsrunde den Druck auch in Schleswig-Holstein zu erhöhen“, erklärt Berith Jordan, Geschäftsführerin im Verdi-Bezirk Lübeck/Ostholstein den Arbeitskampf. Die Gewerkschaften verlangen Einkommenssteigerungen von sechs Prozent – mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) lehnt dies ab.

UKSH verschiebt Operationen

Laut Verdi sind am Montag insgesamt rund 4500 Tarifbeschäftigte aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Alleine rund 3600 aus dem UKSH und 600 Uni-Mitarbeiter. Bereits am vergangenen Dienstag hatten sich rund 550 Beschäftige an einem Warnstreik beteiligt. Mit einer ähnlichen hohen Zahl an Streikenden rechnet Verdi auch am Montag.

„Wir haben unsere Patienten im Vorfeld informiert und können diese – wie immer bei Streik – nur um Geduld bitten“, sagt UKSH-Sprecher Oliver Grieve. Wenn es möglich war, seien Operationen bereits verschoben worden. Das fehlende Personal zu kompensieren, sei nur schwer möglich. „Die aktuelle Influenza-Welle erschwert die momentane Personalsituation ohnehin“, sagt Grieve.

Die stellvertretende Sprecherin der Universität Lübeck, Elena Vogt, betont: „Die Uni ist auf den Tag vorbereitet und der organisatorische Ablauf und wissenschaftliche Betrieb ist auch durch Vertretungsregelungen und Notfallpläne gesichert.“

Demo startet am Holstentorplatz

Am Montag werden sich die Streikenden zunächst am Gewerkschaftshaus am Lübecker Holstentorplatz versammeln. Ab 9 Uhr startet der Demonstrationszug gen Markt, wo eine Zwischenkundgebung geplant ist. Anschließend geht es weiter über die Königstraße und Schüsselbuden in Richtung Lindenteller. Gegen 10.45 Uhr findet die Abschlusskundgebung am Gewerkschaftshaus statt.

Es sei flächendeckend die größte Aktion der aktuellen Tarifrunde, sagt Verdi-Nord-Sprecher Frank Schischefsky. Auch in Kiel, Flensburg, Schleswig, Neumünster und an der Westküste gebe es Aktionen. Betroffen sind unter anderem die Lebensmittelkontrolleure aber auch die Feuerwehr und das Finanzamt in Kiel. „Die Aktionen sind aber alle immer noch lokal begrenzt, mit der Hoffnung verbunden, dass sich die Parteien einigen. Wenn nicht, folgen größere Aktion“, warnt Schischefsky.

Jan Wulf

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