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Norddeutschland Nach Anschlag: Breitner besucht jüdisches Zentrum
Nachrichten Norddeutschland Nach Anschlag: Breitner besucht jüdisches Zentrum
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22:15 12.11.2013
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Pinneberg

Nach dem Anschlag auf das jüdische Gemeindezentrum in Pinneberg hat Schleswig-Holsteins Innenminister Andreas Breitner (SPD) zur Solidarität aufgerufen.

Antisemitismus dürfe auf keinen Fall geduldet werden, forderte der SPD-Politiker gestern bei einem Besuch des Gemeindezentrums. In der Nacht zum Sonntag, dem 75. Jahrestag der Pogromnacht 1938 in Nazi-Deutschland, war im Eingang des Gebäudes eine Glasscheibe zerstört worden. Die Indizien sprächen für eine politisch motivierte Tat, sagte Breitner.

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Der Symbolik des Anschlags wolle er mit seinem Besuch die Symbolik der Solidarität gegenüberstellen, betonte Breitner. „Denn Schweigen könnte als Zustimmung zu der Tat verstanden werden.“ Dem Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde, Wolfgang Seibert, sicherte Breitner zu, der Staat werde alles tun, „damit die jüdische Gemeinde ihre Religion ausüben kann und sich sicher fühlt“. Eine Zunahme antisemitischer Aktivitäten hätten Verfassungsschutz und Polizei im Norden in jüngster Zeit nicht feststellen müssen.

„Wir haben großes Vertrauen zur Polizei“, sagte Seibert. „Wenn es eine Chance gibt, wird die Polizei den Fall aufklären.“ Die Polizei in Pinneberg hat ihre Schutzmaßnahmen für die jüdische Gemeinde nachts verstärkt. Der Staatsschutz in Itzehoe habe die Ermittlungen übernommen, teilte der Leiter des Polizeireviers Pinneberg, Thorsten Buchwitz, mit. Eine Solidaritätsdemonstration für die jüdische Gemeinde ist an diesem Freitag, 15. November, geplant.

LN

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