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Norddeutschland Nach Zugunglück: Bürgermeister stellt Strafanzeige
Nachrichten Norddeutschland Nach Zugunglück: Bürgermeister stellt Strafanzeige
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15:07 10.05.2019
Der Zug war an einem Bahnübergang in der Gemeinde Alt Duvenstedt mit einem Lastwagen zusammengestoßen. Quelle: Carsten Rehder/dpa
Duvenstedt

Nach dem Zusammenstoß eines Regionalzugs mit einem Schwerlaster in Alt Duvenstedt ist Streit zwischen der Gemeinde und dem Netzbetreiber Tennet entbrannt. Er habe Strafantrag gegen Unbekannt wegen Gefährdung des Eisenbahnverkehrs gestellt, sagte Bürgermeister Peter Orda (SPD) am Freitag. „Ich möchte wissen, warum die Expertenempfehlung von vor Ort keine Beachtung gefunden hat“, sagte Bürgermeister Peter Orda (SPD).

Die Gemeinde habe dem Netzbetreiber Tennet empfohlen, den Bahnübergang wegen eines früheren Vorfalls nicht mehr zu nutzen. Der Schwerlaster gehörte einem Dienstleister, der im Auftrag von Tennet unterwegs war.

Vor einem Jahr: Lkw reißt Oberleitung ab

Vor eineinhalb Jahren habe ein Lkw an dem Bahnübergang eine Oberleitung abgerissen, sagte Orda. Einen neuen Vorfall habe er verhindern wollen. „Wir können froh sein, dass es bei dem Zugunglück keine Toten gegeben hat.“

Ein Sprecher des Netzbetreibers wies die Vorwürfe zurück. Das Ansinnen des Bürgermeisters sei zwar bekannt gewesen. Darüber hätten jedoch die Behörden zu befinden. „Es gibt und gab zu keiner Zeit eine Absprache zwischen Tennet und der Gemeinde Alt Duvenstedt oder dem Bürgermeister oder irgendeinem Dritten im Zusammenhang mit Schwertransporten über den genannten Bahnübergang.“ Der Netzbetreiber dürfe behördlich festgelegte und vorgeschriebene Transportrouten nicht verändern.

Ursache für Zugunglück weiter unklar

Warum der Schwerlaster am Dienstagmorgen auf dem Bahnübergang stand, als der Zug kam, ist weiterhin unklar. Bei dem Unfall wurde sieben Menschen schwer und sechs leicht verletzt. Reisende müssen sich auf der Strecke Flensburg-Rendsburg noch tagelang auf Behinderungen einstellen.

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dpa/RND

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