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Norddeutschland Unberührte Natur in Bad Segeberg
Nachrichten Norddeutschland Unberührte Natur in Bad Segeberg
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17:49 21.08.2019
Bei einem Spaziergang entlang des Ihlsees kann man die untergehende Sonne bewundern. Quelle: Nadine Materne
Bad Segeberg

Die Wasser-Lobelie wächst am Grund von Gewässern und bleibt so meist im Verborgenen. Nur einmal im Jahr ragen ihre weißen Blüten zu Hunderten an die Oberfläche. Die in Deutschland bedrohte Pflanzenart überlebt nur in sauberem, nährstoffarmen Wasser. Der Ihlsee im Norden Bad Segebergs ist so ein Ort.Untergrund und Umgebung des Sees bildeten eiszeitliche Sande, die im Laufe der Zeit ausgewaschen und weitgehend von Nährstoffen befreit wurden. In diesem kalk- und nährstoffarmen Lebensraum können sich nur wenige Pflanzenarten entwickeln, die sich darauf spezialisiert haben.

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Zu ihnen gehört auch das wechselblütige Tausendblatt, dessen langen Triebe ebenfalls die Wasseroberfläche erreichen können. Auch der Gewöhnliche Pillenfarn oder das See-Brachsenkraut gedeihen im Ihlsee. Es handelt sich um botanische Besonderheiten, die selten zu finden sind. 14 Pflanzenarten, die am Ihlsee wachsen, stehen in Schleswig-Holstein auf der Roten Liste. Der Naturschutzbund warnt jedoch vor einer Verschlechterung der Wassergüte. Wenn der See seine besonderen Eigenschaften verliert, würden die Pflanzenarten darin aussterben. Insgesamt ist der Ihlsee 28 Hektar groß und misst an der tiefsten Stelle 21 Meter.

Fledermäuse in Bad Segeberg

Sowohl die Bechsteinfledermausals auch die Teichfledermaus leben in dem Naturschutzgebiet Ihlsee und Ihlwald.

Wer noch mehrüber Fledermäuse erfahren möchte, kann auch die nahe gelegenen Segeberger Kalksteinhöhlen besuchen.

Für Besucher sind die Überwinterungsorte der Fledermäuse dort vom einschließlich 1. April bis hin zum 30. September geöffnet.

Für mehr Informationenüber das Naturschutzgebiet Ihlsee-Ihwald bietet der Nabu Führungen an.

Südlich an den See grenzt der Ihlwald, der sich aus Laubwald, Feuchtwald und Bruchwald zusammensetzt. Die unterschiedlichen Wälder führen zu einer Vielfalt an Baumarten: Während in dem Laubwald vor allem Eichen, Eschen, Buchen und Ahorn wachsen, entwickeln sich in dem Feucht- und Bruchwald besonders Birke und Erle. In dem Wäldern kann sich die Natur ohne Eingreifen des Menschen entwickeln.

Da auch tote Bäume stehenbleiben, wird das Unterholz zum Teil sehr dicht. Darüber freuen sich die Spechte. Insgesamt fünf verschiedene Arten leben dort: Schwarzspecht, Grünspecht, Buntspecht, Mittelspecht und Kleinspecht. Auch Singvögel wie das Rotkehlchen und der Zaunkönig leben besonders zahlreich im Ihlwald. Auf dem toten Holz siedeln zudem eine Vielzahl von Baumpilzen. Und eine weitere Besonderheit fühlt sich in dem Naturschutzgebiet wohl: die Fledermaus. Auch ihretwegen gelten seit 2006 europäische Naturschutzlinien. Unter Naturschutz steht das Gebiet allerdings schon seit 1950.

Von Alessandra Röder

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