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Norddeutschland Naturschutzgebiet Schellbruch: Paradies für Mensch und Tier
Nachrichten Norddeutschland Naturschutzgebiet Schellbruch: Paradies für Mensch und Tier
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17:51 24.06.2019
Graugänse und Höckerschwäne leben in großen Zahlen im Schellbruch: Das Gebiet ist mit seiner Landschaft ein Paradies für Mensch und Tier. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen/Archiv
Lübeck

Der Schellbruch ist die Heimat für seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Aber auch der Mensch kommt in diesem Gebiet zur Ruhe. Es besteht aus Lagunen und einem Süßwasserteich. Enstanden sind die Gewässer entlang der Trave in den Feuchtwiesen.

Mit seinen saftigen Wiesen, dem Wald und dem Brackwasser ist der Schellbruch ein wahres Vogelparadies. Etwa 200 verschiedene Arten haben Naturschützer schon gezählt – 90 von ihnen brüteten hier. Schon nach ein paar Metern im Grünen sehen Wanderer die Graugänse am Rand der ein Meter tiefen Lagunen sitzen. Auf dem seichten Wasser haben es sich Höckerschwäne und Teichhühner bequem gemacht. Während der Fischadler seine Kreise über den Schellbruch zieht, sitzen Rohdommel, Rohrammer und Braunkehlchen in den Büschen.

Zwei bis sechs Stunden können Wanderer im Schellbruch verbringen. Es gibt viele schmale Pfade, die entlang der Trave durch die grünen Wiesen führen. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen

Zahlreiche Wanderrouten durch das Naturschutzgebiet

Wer nun zum Vogelbeobachten oder einfach zum Entspannen in das Naturschutzgebiet fahren möchte, dem bieten sich zahlreiche Wanderrouten an. Eine Rundtour beginnt beispielsweise in Gothmund. Das alte Fischerdorf aus dem Jahr 1502 besticht mit seinen reetgedeckten Häuschen.

Rundtour durch den Schellbruch

Die Rundtour vom Fischerdorf Gothmund aus ist etwa fünf Kilometer lang. Verschiedene kleinere Wege bieten aber die Möglichkeit, die Strecke abzukürzen.

Wer mit dem Auto fährt, kann es in dem kleinen Fischdorf abstellen. Es ist aber auch möglich, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Die Haltestelle Normannenweg ist direkt in Gothmund. Von dort aus sind es nur wenige Meter bis ins Naturschutzgebiet.

Wem die Rundtour zu lang ist, der kann auch auf halber Strecke bei den Haltestellen Fahrenheitweg oder Niels-Bohr-Ring in den Bus steigen und wieder zurück fahren.

Auf dem historischen Treidelpfad führt die Wanderung zuerst entlang der Salzwiesen und der Trave zum Gänsepfad.Der kleine Weg verläuft mitten durch den Schellbruch und führt direkt zu den Aussichtsplattformen. Abkürzen können Wanderer über den Möwenstieg, der zwischen der Großen Lagune und dem Süßwasserteich verläuft. Ansonsten führt der Gänsepfad zurück zum Treidelpfad und wieder nach Gothmund.

Im Schellbruch gibt es aber auch viele weitere kleinere Pfade, die durch das Gebiet führen. Wer mag, kann sich zwischen zwei und sechs Stunden in dem Naturschutzgebiet aufhalten und die Artenvielfalt und Stille genießen.

Lübecker Bürger konnten den Schellbruch retten

Seit etwa 30 Jahren steht der Schellbruch unter Naturschutz – um ein Haar wäre das Gebiet in den 1970er Jahren von dem Wasser- und Schifffahrtsamt aufgespült worden. Damals sollten so zusätzliche Flächen für den Betrieb des Lübecker Hafens gewonnen werden. Doch die Lübecker Bürger und der damalige Bürgermeister Robert Knüppel konnten das verhindern. So ist Lübeck einer der schönsten Lebensräume für seltene Arten erhalten geblieben.

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