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Norddeutschland Neunauge beißt Schwimmer
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22:10 06.08.2015
Timmendorfer Strand

Die Ostsee zählt zu den ungefährlichsten Meeren der Welt. Deshalb ahnte LN-Volontär Hannes Lintschnig nichts Böses, als er sich nach der Arbeit in der Ostsee abkühlte. Doch das Badevergnügen nahm ein jähes Ende: „Plötzlich merkte ich, wie sich etwas an meiner Brust festsaugte“, sagt der 28-Jährige. „Ich habe danach gegriffen. Es hat gezappelt und war schleimig.“ Er habe das aalähnliche Tier reflexartig abgerissen, es in hohem Bogen ins Meer geworfen und fluchtartig das Wasser verlassen. „Am Strand sah ich, dass ich eine kreisrunde Wunde aus lauter kleinen Schnitten hatte. Ich war völlig überrascht, habe mich gefragt, was das war und ob es giftig war.“

Laut Kai Czepa, Biologe beim Meereszentrum Fehmarn, handelt es sich um ein Neunauge — ein aalartiges Tier. Es heftet sich mit einem Saugnapf an den Wirt, raspelt sich mit den Zähnen durch dessen Haut und ernährt sich von seinem Blut. In der Regel zapften die Wirbeltiere, die in der Ostsee leben, große Fische an, „doch gelegentlich saugen sie sich an Menschen fest.“ Es bestehe aber kein Grund zur Beunruhigung: „Sie sind ungiftig.“

Es gibt weitere Ostseebewohner, die unangenehm werden können. Czepa: „Außer Feuerquallen, die meist harmlose Rötungen verursachen, gibt es Petermännchen.“ Die Fische buddeln sich im Meeresgrund ein und haben einen Giftstachel. „Tritt man darauf, ist es sehr schmerzhaft. Doch es ist extrem unwahrscheinlich, hier einem Petermännchen zu begegnen.“ Auch unangenehm: Infektionen mit Vibrionen. Die Bakterien können beim Baden im Meer über Hautverletzungen in den Körper eindringen und zu schweren Wundinfektionen und Blutvergiftung führen.

meu

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